Donnerstag, 04 April 2013 19:56

Der Preis der Leipziger Buchmesse geht an David Wagner

Einst hatte die größte Literaturmesse des Landes ihren Sitz noch in Leipzig. Die ereignisreiche Historie der Leipziger Buchmesse geht bis ins 17. Jahrhundert zurück, bis 1945 stellte man sogar den anderen großen Vertreter in Frankfurt in den Schatten. In der Folge konnte


sich die Mainmetropole die Spitzenposition zwar zurück ergattern, Leipzig aber trägt auch heute noch einen vergleichbaren Wert für den Bereich Literatur. Seit 2005 gehört es zum festen Programmplan, dass neben den Vorstellungen neuer Werke und Autoren auch der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben wird. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung setzt die Tradition des Deutschen Bücherpreises fort, sie wird Autoren in den Kategorien Übersetzung, Sachbuch/ Essayistik sowie der Königsdisziplin Belletristik verliehen. Letztere ging in diesem Jahr an den 41-jährigen David Wagner.

Es ist sein „Leben"

Beim prämierten Werk „Leben" handelt es sich laut Definition um einen Roman. In diesem philosophiert ein Leberkranker über das Leben und all seine Tücken. Begleiten darf ihn der Leser von der niederschmetternden Diagnose bis hin zur rettenden Transplantation. Dazwischen folgt man seinen täglichen Ängsten, der Suche nach einem passenden Spenderorgan und ganz banalen Gedanken. Betrachtet man das Schriftstück genauer, wirkt es in der Darstellung doch äußerst authentisch. Zu erklären ist das mit der Tatsache, dass der frühere Journalist Wagner hier keinesfalls seine Fantasie spielen ließ, sondern ein Schicksal behandelt, das er selbst durchlaufen musste.

Starke Konkurrenz und zwei weitere Gewinner

Aufgrund der humorvollen Art und Weise bleibt der Gewinner der Kategorie Belletristik auf jeder Seite unterhaltsam und scheint den Preis durchaus verdient zu haben. Nichtsdestotrotz aber galt Anna Weidenholzers „Der Winter tut den Fischen gut" vorab als aussichtsreichere Kandidatin, gut ein Viertel der Literaturfans hätte sie gewählt. Gefreut hat sich am Ende David Wagner. Neben ihm galt das auch für Helmut Böttiger, dessen „Die Gruppe 47" den Preis im Bereich Sachbuch/ Essayistik gewann und Eva Hesse, die mit Ezra Pounds „Die Cantos" die beste Übersetzung lieferte.

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