Dienstag, 28 April 2020 12:39

Umzüge sind keine normalen Züge

Umzugsfirma Thurgau Umzugsfirma Thurgau

Wir alle waren wohl schon mal damit konfrontiert: Jetzt husch-husch, alles ins Körbchen, alles in den Umzugskarton, die Tasche, das Bündel, den Rucksack... und irgendwann kommt dann der große, alles entscheidende Moment: der magische Moment, wenn der ganze Krempel tatsächlich von einem zum anderen Ort geschafft werden soll.

 

Weder in Zürich...

Wohin mit den Topfpflanzen, müssen Teppiche gerollt oder können sie gefaltet werden? Können Fernseher und Waschmaschine unverpackt, sozusagen "nackt" transportiert werden? Das Besteck läßt man einfach in seiner gewohnten Umgebung, der Besteckschublade? Ist "Umzug Zürich" eher ein Verzweiflungsaufschrei oder doch eher ein Befreiungsschlag: endlich in die eigenen vier, acht oder sechzehn Wände, keine Miete mehr, NIE mehr wieder Miete??? Die Wäschespinne, das Bügelbrett, der Garderobenständer... einzeln, gemeinsam, verpackt, unverpackt, besondere Vorsichtsmaßnahmen vonnöten – oder kann man solche auf den ersten Blick stabile Gegenstände vielleicht sogar mit einer gewissen Nonchalance, einer gewissen Überheblichkeit, einer gewissen Nachlässigkeit, einer gewissen Brutalität gar behandeln?

... Noch in Solothurn...

Wie lange vor diesem lang herbeigesehnten und mindestens ebenso lang heraufbeschwörten und befürchteten Moment soll der Umzug denn vorbereitet, in Angriff genommen werden? Wem fällt spontan etwas Passendes zum Thema "Umzugsfirma Solothurn" ein? Schon allein das Wort "Angriff" klingt ja schon einigermaßen martialisch, riecht nach Pulverrauch und Marschschuhwichse, flößt Angst ein, kann aber eventuell auch – ganz im Gegenteil! - übermenschliche Kräfte und Flügel verleihen. In der Tat: Viele Leute engagieren hierbei bedeutende Ressourcen, schalten Generalstabsoffiziere und Sekretärinnen ein, den Fuhrpark des Onkels als fahrenden Untersatz und den Schloßpark der Großtante als Tummelersatz für die immerzu voller unbändiger Energie steckenden Kleinsten.

... Und schon gleich gar nicht in Thurgau, oder?

Möglicherweise gibt man's dann irgendwann doch auf, will sich nicht mehr persönlich den Kopf zerbrechen, das Hemd beflecken und die Schuhe einklemmen und beginnt, suchende Rauchsignale aufsteigen zu lassen: "Umzugsfirma Thurgau" Man wendet sich hoffnungsbeladen an Bekannte, die sich mit an Sicherheit grenzender Sicherheit umgehend ihrerseits vertrauensvoll an Bekannte wenden mögen, die doch jemanden kennen sollten, der hier mit Rat und Tat beistehen könnte. Man kommt also erwartungsfroh im Bahnhof an, läßt sich einen Espresso kredenzen, schlürft diesen genüßlich und unheilschwanger, nimmt bei seinem Gegenüber einen erregten Zug wahr, überlegt, ob man zum Abtransport seiner beweglichen Habe einen ganzen Zug benötigt (und wenn ja: mit wievielen Waggons), sinniert, daß die seeligen Großeltern das vermutlich mit links und einem Zug Ochsen erledigt hätten, sieht vor seinem geistigen Auge die heiter-beflissen helfenden Angehörigen und Nachbarn, die schon etwas beschwipsten Musikanten, die dem Zug der freundlich Interessierten, der hämisch Feixenden, der wacker Unterstützenden voranschreiten, beobachtet nachdenklich den auffällig gemächlichen Zug der Wolken (vermutlich sogar in die falsche Richtung), will einerseits dem Zug des Herzens folgen, andererseits aber auch die Vernunft nicht aus den Augen verlieren, wird von Zweifeln befallen, ob es wahrhaftig ein überdachter Zug war, alles bis zum letzten Augenblick hinauszuzögern, tut zur Beruhigung einen kräftigen Zug aus der Brustflasche, spürt plötzlich den hier ständig herrschenden Zug, bekommt einen energischen Zug um den Mund, springt auf und posaunt seine gewissenhaft ausgesäte, organisch sich herausgebildet habende und - Ende gut, alles gut! - endlich die Aduleszenzphase erreicht habende Erkenntnis auf den sie sogleich dankbar aufsaugenden und verschluckenden Bahnsteig hinaus: Umzüge sind keine normalen Züge!

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