Montag, 29 April 2013 15:10

Sex-Stress: Es kann stress verursachen, wenn Paare zu wenig Sex haben!

Eine äußerst interessante Studie des Projekts Theratalk von der Universität in Göttingen erstaunt viele Menschen. Bisher glaubten die meisten von ihnen, dass zu viel Sex Stress verursachen würde. Doch genau das Gegenteil kann nach

Auswertung des Projekts der Fall sein. Praktizieren Menschen zu wenig Sex miteinander, kann die Folge hoher Stress sein.

Das haben wir schon immer gewusst, mögen sexfreudige Geister in diesen Tagen denken. Stress ist bekanntermaßen ein Lustkiller. Die Göttinger jedoch haben herausgefunden, dass Sexmangel den Stresspegel steigern lassen kann. Betroffene Paare geraten in einen beziehungsfeindlichen Strudel, aus dem sie allein kaum noch im Stande sind zu fliehen. Über 30.000 Männer und Frauen nahmen am Projekt teil. Mit dem Ergebnis, dass ein Drittel von ihnen, die maximal ein Mal pro Woche Sex miteinander haben, sich Hals über Kopf in die Arbeit stürzen. Eine Form der Frustbewältigung über das vermurkste Liebesleben unterm eigenen Dach. Je weniger im eigenen Bett - oder sonst wo passiert, umso mehr steigert sich die Arbeitswut der Betroffenen.

sex-leben

Wer hingegen schon zwei Mal binnen einer Woche Sex mit seinem Partner hat, der lässt es im Job entspannter angehen. Arbeitgeber mögen die Ohren spitzen und unruhig werden. Motto: Meine Leute sollten weniger Sex haben, dann leisten sie mehr. Doch es sollte in den Führungsetagen angekommen sein, dass Menschen ausbrennen und in Depressionen verfallen können. Mit entsprechenden Ausfallzeiten. Und Aktionismus ist nicht gleichzusetzen mit Produktivität. Ein sexuell aktiver und entspannter Mensch kann durchaus erfolgreich sein.

Sex-StressDass ein Mangel an Sex Stress verursacht, der wiederum ein Lustkiller ist, ergänzt sich. Experten sprechen von einer Abwärtsspirale. Was für eine Beziehung auf Dauer das Aus bedeuten kann. Indikatoren sind sexuelle Frustration und Unzufriedenheit. Daher ist es wichtig, dass Paare ihre sexuellen Aktivitäten und ihre Zufriedenheit sowie ihre individuelle Befriedigung stets im Auge behalten. Besonders wichtig ist, dass man ohne Vorbehalte miteinander redet. Schweigen aus Scham oder gar aus falsch verstandener Rücksichtnahme ist ein Fehler.

Wenn es zwei Menschen allein nicht schaffen, darüber zu reden und langfristig glücklich zu sein, ist eine Paartherapie zu empfehlen. Zu verdrängen, ist der Schritt ins mögliche Beziehungsende oder andere Dramen. Zurück zur Studie. Sexuell Frustrierte nehmen oft Verpflichtungen an, die sie nur schwerlich wieder loswerden. Wie Vereinsaktivitäten. Man möchte sich damit einfach nur ablenken vom akuten Sexfrust. Man hat infolge dessen weniger Zeit für die eigene Beziehung, was sich natürlich negativ auf die sexuelle Zufriedenheit auswirkt. Ein äußerst gefährlicher Teufelskreis!

Übler Sex-Killer
Betroffene Paare geraten immer mehr in einen Teufelskreis, aus dem die wenigsten ohne therapeutische Hilfe wieder herauskommen. Das Problem zu erkennen und sich dem aktiv zu stellen, ist der erste Schritt für mehr Beziehungsglück!

Auf lange Sicht törnt nichts mehr ab als sexueller Beziehungsfrust. Denn es wird die Produktion von Sexualhormonen blockiert. Männer, die beruflich sehr eingespannt sind, sind auf Dauer nicht mehr in der Lage, sich erotisch zu entfalten. Sie sind auf Deutsch gesagt platt, ausgelaugt, müde und fertig. Sie möchten ihre trügerische Ruhe haben. Und dann passiert es. Da ist sie, die neue, attraktive Kollegin. Plötzlich ist alles anders und die gehörnte Gattin versteht die Welt nicht mehr. Bei ihr konnte er nicht vor Mattigkeit. Und bei der anderen erwacht der Jüngling in ihm mit einem sexuellen Höhenflug der Extraklasse. Was hat sie, was ich nicht habe? Eigentlich nichts. Außer dass diese Frau tut, worüber man daheim nicht redet. Weil man es möglicherweise nie gelernt hat. Das Ausleben der eigenen, natürlichen Sexualität.

Paare zu wenig Sex

Aus Scham schweigen viele Männer, was wiederum ungerecht ihren Frauen gegenüber ist. Das gilt natürlich auch im umgekehrten Fall. Viele Frauen sind ihrem Mann gegenüber müde, blocken Sex ab. Und gehen unbeschwert mit einem anderen Mann ans erotische Werk. Die Missverständnisse häufen sich so lange auf, bis der Berg unüberwindlich zu werden scheint. Ist der Stress nicht der Grund mangelnder, sexueller Aktivität, sollte man eine Auszeit mit dem Partner be- sprechen, mit Freude auf die Zeit, wenn die abzusehende Phase vorbei sein wird. Etwa bei einem zeitlich begrenzten Projekt. Ist der' Kopf bei beiden wieder frei, kommen in der Regel auch Lust und Leidenschaft wieder zurück. De Beziehung zuliebe sollte man sich auch darüber Gedanken machen welche ehrenamtliche Aufgaben im Verein beispielsweise man ruhen lassen oder ganz aufgebe sollte. Letzten Endes zählt das private Glück. Und die Familie wird es einem auch danken.

 

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