Samstag, 13 Juli 2013 12:59

Städtereise nach Dresden - Semperoper in Dresden hautnah erleben

Das Dresdener Opernhaus, die "Semperoper", gehört nicht nur zu den geschichtsträchtigsten Opernhäusern Deutschlands, sondern auch zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. Klangkörper des Hauses ist die
nicht minder berühmte Sächsische Staatskapelle Dresden. Bei einer Städtereise nach Dresden sollte unbedingt ein Besuch des legendären Opernhauses mit eingeplant werden.

Die Geschichte der Oper in Dresden reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das erste Opernhaus erhielt die Stadt bereits 1667 mit dem auf Betreiben des Kurfürsten Johann Georg II. erbauten Opernhaus am Taschenberg, das mit "Il teseo" von Giovanni Andrea Moneglia eröffnet wurde. Das Interesse an der neuen Kunstform war so groß, dass das Haus bereits 1691 nach italienischen Vorbildern zu einem Vierrangtheater umgebaut werden musste.

Mit dem Übertritt des sächsischen Kurfürsten August des Starken zum katholischen Glauben wurde das Opernhaus 1707 zur Hofkapelle umgebaut, und Dresden hatte mehr als zehn Jahre kein Opernhaus mehr. 1719 wurde dann endlich das neue Opernhaus am Zwinger, das allerdings nur bis 1763 als Opernhaus genutzt wurde, eröffnet. Baumeister war Matthäus Daniel Pöppelmann, der auch den Zwinger erbaute. Danach diente das 2000 Zuschauer fassende Haus hauptsächlich als Konzertsaal, wo u.a. Richard Wagner 1846 die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven dirigierte. Höhepunkt dieser Epoche war zweifellos die Zeit unter dem opernbegeisterten Kurfürsten Friedrich August II., dem es gelang, ab 1731 den spätbarocken Komponisten Johann Adolph Hasse (1699-1783) und seine Gattin, die berühmte Sopranistin Faustina Bordoni, für 30 Jahre nach Dresden zu holen.

In den Jahrzehnten nach 1763 war das wesentlich kleinere Morettische Opernhaus das wichtigste Opernhaus in Dresden. Der bedeutendste Hofkapellmeister dieser Zeit war der Komponist Carl Maria von Weber (1786–1826), der hier 1817–1826 wirkte.

1838 bis 1841 entstand dann am Theaterplatz nach Plänen von Gottfried Semper das neue Königliche Hoftheater, ein prachtvoller Rundbau im Stil der Frührenaissance, der als eines der schönsten Opernhäuser Europas galt. Mit der Eröffnung des neuen Opernhauses begann die bedeutendste Epoche der Oper in Dresden, die eng mit dem Komponisten Richard Wagner (1813-1883) verbunden ist. 1842 wurde hier Wagners große tragische Oper "Rienzi" mit der Sopranistin Wilhelmine Schröder-Devrient und dem Tenor Joseph Tichatschek, die zu den bedeutendsten Sängern ihrer Zeit gehörten, uraufgeführt. Mit "Rienzi" hatte Wagner seinen ersten überwältigenden Erfolg. 1843 wurde der Komponist zum Hofkapellmeister ernannt. Im gleichen Jahr führte er dort seinen "Fliegenden Holländer" auf, 1845 folgte der "Tannhäuser". 1849 musste Wagner Dresden verlassen, da er als Teilnehmer der Maiaufstände steckbrieflich gesucht wurde.

1869 brannte das Königliches Hoftheater Dresden ab, doch bereits sechs Wochen später war ein Übergangsbau mit 1800 Plätzen fertiggestellt, der im Volksmund den Beinamen "Bretterbude" bekam. Die heutige "Semperoper" wurde 1871 bis 1878 errichtet. Auch diesmal lieferte Gottfried Semper die Baupläne. Da er wie Richard Wagner die Stadt nach den Maiaufständen von 1849 hatte verlassen müssen, wurden die Bauarbeiten von seinem Sohn und seinem Bruder geleitet. Bis 1914 wirkte hier Ernst Edler von Schuch als Generalmusikdirektor, der u.a. mehrere Opern von Richard Strauss ("Salome, "Elektra" und "Rosenkavalier") uraufführte.

1945 fiel das Opernhaus den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. 1985 wurde das originalgetreu wiedererbaute Gebäude mit Carl Maria von Webers "Freischütz" wiedereröffnet, dem Werk, das als letztes hier gespielt worden war. Wichtig bleibt, dass das Opernhaus in Dresden in den weiteren Jahren viele künstlerische Höhepunkte zu vermelden hatte. Treu blieb die Dresdner Semperoper Ihrem Charakter dabei immer: ein Festspielhaus mit Tradition und Ambiente. Umso wichtiger bleibt es, bei einer Städtereise nach Dresden auch einen Abend in der Oper zu verbringen. Ein Besuch der Eindruck hinterlässt und einmal mehr unterstreicht: Dresden bietet vielfältige Kulturhighlights. http://www.online-artikel.de/

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