Sonntag, 17 Mai 2020 18:23

Drei denkwürdige Vorfälle in Schwetzingen

Rhein-Neckar-Kreis Rhein-Neckar-Kreis

Wenn man auf eine so lange und reichhaltige lokale Geschichte zurückblicken kann, hat man den werten Gästen viel zu erzählen. Man erzählt umso lieber, je interessierter sich diese geben.

 

Drei historische Gestalten

Die Rede ist hier von einem Kurfürsten, Karl (oder Carl) Philipp Theodor, seines Zeichens Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz, sozusagen nebenbei auch Herzog von Jülich-Berg, seinem Leibarzt Franz Bechtler sowie seinem Kammerdiener Dominik Pierron. Siehe auch https://schwetzingen-lokal.de/neubaugebiete-rar-im-rhein-neckar-kreis/. Niemand war im Nachhinein imstande, den Vorfall zu rekonstruieren, niemand wußte auch über die Hintergründe dieser überraschenden Tat Bescheid. Sei es, wie es sei: auf jeden Fall wurde damals, im Jahre 1764, der Diener vom Arzt mithilfe eines Messers vom Leben zum Tode befördert. Allerlei Spekulationen schossen danach natürlich in wildester Weise ins Kraut, allein: es blieb bei Spekulationen, nichts Genaues war nicht zu eruieren.

Drei Uhren zeigen mehr an

Drei Uhren kann man am Schwetzinger Schloß bewundern. Von der Gartenseite her die eine, von der anderen Seite, also aus der Richtung des sogenannten "Ehrenhofes", stellt man erstaunt die Existenz gleich zweier Zeitmesser fest. Noch größer wird der Grad der Verwunderung aber, wenn man sich ein bißchen mehr Zeit nimmt und die Angelegenheit angelegentlich und aus der Nähe betrachtet. Da beobachtet man dann nämlich, daß der große Zeiger die Stunden und der kleine die Minuten anzeigt, also gerade umgekehrt, als man es gewohnt ist. Ob hier ein Spaßvogel am Werk war? Und, wenn ja: war's der Ausführende oder der Auftraggeber?

Drei Besuche

Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart, der am liebsten mit "Wolfgang Amadé Mozart" signierte, sich aber mit Sicherheit auch gemeldet hätte, wenn ihn jemand mit "Wolfgang Gottlieb" angesprochen hätte, gab sich ganze drei Mal die Ehre eines Besuches. Im zarten Alter von sieben Jahren fand das erste Vorspiel des Wunderknaben statt, die weiteren Visiten des schon damals weltberühmten Komponisten ließen dann bis 1777 bzw. 1790 auf sich warten.

 

 

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