Samstag, 25 Mai 2013 22:32

Das Phänomen der Modetrends

Immer wieder aufs Neue gehen wir durch Geschäfte und blättern durch Modezeitschriften, die uns immer ein Schritt voraus sind und uns jeweils die Modetrends der kommenden Saison präsentieren. Mal sind die neuen Trendfarben bunt, mal sind sie eher dunkel

gehalten. Mal sind es Hosen mit Schlag, mal die Röhrenjeans die gerade beworben werden. Auch wenn wir sie uns nicht oft stellen, so liegt die Frage doch nahe, was genau Modetrends eigentlich sind und vor allem, wie diese Trends entstehen.

Was sind Modetrends?
Das Wort Trend wird in der Soziologie verwendet, um Strömungen und Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu beschreiben. Dabei darf auch in die Zukunft geblickt werden. Übersetzt in die Modewelt heißt das dann: eine Modetrend kann entweder eine momentane oder zukunftsweisende Erscheinung sein. Ein Schnitt, eine Form, bestimmte Farben oder bestimme Kleidungsstücke, die sich aus all den vielen Möglichkeiten durchsetzen und die Mode für eine Zeit lang bestimmen.

Neben der zeitlichen Begrenzung, sind Modetrends auch immer darauf angewiesen, als ästhetisch zu gelten, mit viel Aufwand beworben und von einer großen Menschengruppe getragen zu werden. In den letzten Jahren lagen die Trends vor allem im Bereich der Vintage- und Retromode. Der Glamour der 20er, die neue Weiblichkeit der 50er, die Lebensfreude der 60er und 70er sowie die krassen Farbkombinationen der 80er und 90er Jahre beeinflussten die Kollektionen.

Woher kommen Modetrends?
Für den normalen Verbraucher scheinen Modetrends ein echtes Phänomen zu sein und irgendwie aus der Mitte unserer Gesellschaft zu entstehen. Warum kann sich ein Kleidungstück durchsetzen und wer bestimmt das?

Designer, Prominente und Trendscouts sind diejenigen Personen die, platt ausgedrückt, dafür verantwortlich sind, was wir tragen. Dabei lässt sich aber letztlich nicht sagen, wer zuerst etwas entdeckt und umgesetzt hat. Mode hat auch immer was mit Unkalkulierbarkeit und Willkürlichkeit zu tun. Trendscouts schauen sich beispielsweise auf den Straßen der Metropolen dieser Welt um. Was die Menschen in Paris, London und New York so tragen, stellt seit jeher eine Inspirationsquelle dar. Ihre Informationen geben sie dann an Designer oder Modekonzerne weiter, die die Ideen verarbeiten.

Einen großen Einfluss haben aber auch die Medien: Das Internet, in dem sich bestimmte Communities über Mode austauschen oder Filme, in denen bestimmte Kostüme gezeigt werden. Ganz aktuell beispielsweise der Film "Die Eiserne Lady", der den strengen Business-Look der 1980er-Jahre in die Modewelt zurückbrachte.

Bei der Recherche und dem Aufspüren von Trends, ist es wichtig, immer die Frage im Blick zu haben, für welche Zielgruppe was interessant sein könnte. Jüngere Generationen lassen sich vor allem von Prominenten und Stars stark beeinflussen, die somit für diese Gruppierung die wichtigste Quelle eines Trends darstellen.

Häufig ist es aber auch schlichtweg gutes Marketing großer Unternehmen. Durch das glaubhafte und teilweise schon aufdringliche Suggerieren, dass bestimmte Schnitte und Farben derzeit im Trend seien, lassen sich bereits viele Menschen beeinflussen und in die Geschäfte locken.

Zusammenfassend lässt sich aussagen, dass das Phänomen Modetrend sehr schwer zu fassen. Es tritt in sehr unterschiedlichen Formen auf und es gibt geradezu einen Pool an Möglichkeiten, wie ein Modetrend entstehen kann. Um die Ausgangsfrage abschließend beantworten zu können, ist wahrscheinlich eine sehr umfangreiche Arbeit nötig.

 

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