Donnerstag, 16 April 2020 10:15

Cannabis-Samen: das neue Superfood

Cannabis-Samen Cannabis-Samen

Cannabis-Samen gelten heute als Superfood. Wie es dazu kam, wird im Folgenden einmal etwas näher unter die Lupe genommen.

Die Geschichte der Hanfpflanze

Cannabis ist das lateinische Wort für Hanf. Die Hanfpflanze stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Zu finden war sie in China, Indien und Tibet. Diese Pflanzenart ist vor mindestens 10.000 Jahren entstanden, wenn nicht schon weitaus früher. Bei der Entdeckung der Hanfpflanze durch die Menschen wurde festgestellt, dass die Hanfsamen und Blüten essbar sind und sich beim Verzehr der Blüten eine berauschende Wirkung entfaltet. Damals schon wurden die Cannabis-Samen zur Heilung von Malaria und Rheuma eingesetzt. Auch für psychosomatische Krankheiten wie Unwohlsein, Essstörungen oder Ängste wurden die Samen verwendet.

Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten

Die Cannabis-Samen bestehen aus vielen Proteinen, Kohlenhydraten, Aminosäuren, wertvollen Vitaminen, Ballaststoffen und Spurenelementen. Die Samen sind sehr arm, beziehungsweise gänzlich frei von vielen Allergenen, wie sie zum Beispiel in Weizen oder Roggen zu finden sind.

Als Naturprodukt sind diese Samen vielseitig einsetzbar. So werden sie zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Um die Cannabis-Samen als Nahrungsergänzung zu nutzen, können diese in einem ersten Schritt gemahlen und anschließend beispielsweise zu Mehl, Suppe oder Butter hinzugefügt werden.

Auch lässt sich aus den Samen Hanföl herstellen, welches dann zum Würzen von Speisen, als auch im kosmetischen Bereich eingesetzt wird.

Heilende Wirkung von Cannabis-Samen

Wie bereits anfangs in der Geschichte der Hanfpflanze zum Ausdruck kam, verfügen die Cannabis-Samen auch über eine heilende Wirkung. So wurde wissenschaftlich herausgefunden, dass die Samen bei Herz-Kreislauf-Problemen eine vorteilhafte Wirkung entfalten. Auch bei Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen, verringern die Samen Rötungen, Juckreiz und Brennen auf der Haut. Auch bei Gelenksbeschwerden wie Arthritis und anderen chronischen Erkrankungen, tritt durch die Verwendung der Samen eine Linderung der Schmerzen auf. Festzuhalten bleibt damit, dass die Cannabis-Samen eine beruhigende, entzündungshemmende, reizlindernde und schmerzlindernde Wirkung entfalten.

Wo Lebensmittel mit Hanfanteil gekauft werden können

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wo hanfhaltige Lebensmittel erworben werden können. Sie können im Internet, in Bio-Geschäften als auch in bestimmten Supermärkten und Getränkemärkten erworben werden. Angeboten werden dabei die Hanfsamen an sich, aber auch Hanfmehl, Hanföl, Müsliriegel, Hanftee, Hanfsenf, Hanfgetränke in Form von Bier oder verschiedenen Limonaden, als auch Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel das Hanf-Protein-Pulver als auch das CBD-Öl.

Nebenwirkungen von Cannabis-Samen

Häufig fragt man sich, welche Nebenwirkungen bei dem Konsum von Hanfsamen auftreten können. Bei der Beantwortung dieser Frage ist ausschlaggebend, ob die hanfhaltigen Lebensmittel Tetrahydrocannabiol enthalten. Tetrahydrocannabiol wird auch mit Kürzel "THC" abgekürzt und zählt zu den Cannabinoiden, welche die Psyche beeinflussen.

Hanfsamen an sich enthalten kein THC und weisen dadurch keine Nebenwirkungen auf.

Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die Hanfsamen während der Ernte mit THC-enthaltenen Pflanzenteilen, wie Blätter, Blüten und Stängel in Berührung kommen. Dadurch kann es vorkommen, dass sich THC in den Hanfsamen, wie in den hanfenthaltenen Lebensmitteln in geringer Menge befindet.

Weist der Hanfsamen THC auf, so kann es durch den Konsum zu Begleiterscheinungen wie Schwindel, Rausch, Müdigkeit und Benommenheit kommen. THC-haltiger Hanfsamen kann auch den Fötus schädigen, weshalb Schwangere dringend auf den Konsum verzichten sollten.

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