Donnerstag, 11 Juli 2013 11:34

Stress reduzieren - eine Aufgabe aller

Zu jedem Jahresende fragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa nach den Vorsätzen der Deutschen für das kommende Jahr. Im vergangenen Dezember zum ersten Mal an der Spitze: „Weniger Stress" bzw. „Stress abbauen". Mittlerweile ist die Hälfte des Jahres rum.
Zeit für eine Zwischenbilanz.

Ernüchternde Zwischenbilanz

Diese muss leider eher zwiespältig ausfallen. Denn alle seit Beginn des Jahres veröffentlichten Zahlen und Daten bzgl. Fehltagen aufgrund psychischer Gesundheitsprobleme, stressbedingte Krankheiten etc. kennen offenbar nur eine Richtung: nach oben. Auch wenn der eine oder andere mit seinem ganz persönlichen Stressmanagement-Projekt erfolgreich sein mag: in der Gesamtbevölkerung sind wir es ganz offensichtlich nicht und beim Teilprojekt der Reduktion von Stress am Arbeitsplatz schon gar nicht.

Antistressverordnung als Lösung des Problems?

Seit einiger Zeit wirbt bekanntlich neben der SPD und den Gewerkschaften auch die Arbeitsministerin für eine so genannte „Antistressverordnung". Über deren Wirksamkeit, den Stress in den Griff zu bekommen, kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Wenn allerdings die einen nur die bösen Arbeitgeber für das Stressproblem verantwortlich machen und die anderen genauso dogmatisch Stress und den Umgang damit in die rein private Verantwortung verschieben wollen, erreichen wir nur eines: die Verfestigung des Status quo!

Wir sind alle mitverantwortlich

Natürlich ist das Stresserleben bei jedem Menschen anders. Wie alle anderen Gesundheitsaspekte auch, so ist es sicher einerseits eine je persönliche Verantwortung, Maßnahmen zu treffen, die die eigene Stressresistenz erhöhen. Aber eben nicht nur. In Betrieben und Krankenhäusern, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und selbst in den Familien gibt es viele Arbeits- und Verhaltensgewohnheiten, die geradezu ein Nährboden für Stress und stressbedingte Gesundheitsprobleme sind. So kann ein schlechtes Betriebsklima nachweislich mindestens genauso gesundheitsschädlich sein wie beispielsweise das Passivrauchen.

Zusammenspiel aller Kräfte

Wenn wir es also persönlich und gesamtgesellschaftlich schaffen wollen, ungesunden Stress abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, dann kommen wir nicht umhin, das Stressmanagement als gemeinsame Aufgabe anzugehen. Nur so werden wir es hinkriegen, die negativen Seiten des Stresses, insbesondere die stressbedingten Gesundheitsprobleme, wirkungsvoll und nachhaltig einzudämmen. http://www.online-artikel.de/

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