Montag, 26 Juli 2021 14:40

Leichenfund in der Wohnung: Was ist jetzt zutun?

Tatortreinigung Tatortreinigung pixabay

Jeden Tag versterben Menschen in ihren Wohnungen - was tun, wenn man selbst einen Toten auffindet?

Wenn eine Person in ihrer Wohnung verstirbt, dann geht damit nicht allein eine tragische Geschichte einher. So schockierend der Fund eines Toten in einer Wohnung sein mag. In einer solchen Situation sollte Ruhe bewahrt und notwendige Schritte sollten eingeleitet werden. In Fällen, in denen nicht klar ersichtlich wird, ob ein Mensch tatsächlich verstorben ist, muss unmittelbar ein Notruf abgesetzt werden. Anschließend sollten Erste-Hilfe-Maßnahmen erfolgen, insbesondere eine Herz-Druck-Massage. Denn wer Erste Hilfe leisten kann, dies aber im Zweifelsfall unterlässt, macht sich unter Umständen strafbar!

Die Wohnung nach einem Leichenfund braucht oft eine professionelle Reinigung

Falls ein Arzt bescheinigt, dass es sich um einen Toten handelt, stellt sich als Nächstes die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Insbesondere Eigentümer oder Vermieter einer Wohnung haben natürlich ein Interesse daran, dass die Wohnung in einen bewohnbaren Zustand versetzt wird. Stirbt jemand in seiner Wohnung, dann kann dies die Folge haben, dass dies nicht gewährleistet erscheint. Ist die Wohnung kontaminiert, dann muss eine Tatortreinigung stattfinden. Bei Tatortreinigern handelt es sich um Fachleute, die in der Regel über spezielle Fachkenntnisse verfügen, um Tatorte und kontaminierte Wohnungen zu reinigen. Gerade bei einer langen Liegezeit einer Leiche kann schon das Betreten der Wohnung große Schwierigkeiten verursachen. Leichengeruch, Verunreinigung und Insektenbefall lösen mitunter starken Ekel aus.

Darum ist professionelle Hilfe im Fall einer kontaminierten Wohnung wichtig


Neben Ekel kann im schlimmsten Fall sogar eine Gesundheitsschädigung drohen. Insbesondere wenn die Verwesung einer Leiche schon weit fortgeschritten ist. Die Wohnung gilt dann als kontaminiert. Auch fehlen Laien in der Regel die Kenntnisse sowie notwendigen Utensilien, um eine kontaminierte Wohnung von Grund auf zu reinigen. Sie sollten auf die Hilfe von Tatortreinigern unbedingt zurückgreifen. Eines sollte auch nicht außenvorgelassen werden: Gerade Angehörige eines Verstorbenen befinden sich kurz nach dem Trauerfall in einer äußerst sensiblen Situation. Die Konfrontation mit Verwesungsrückständen, Gestank und Ungeziefer könnte für sie nicht nur belastend, sondern gar traumatisch verlaufen.

So gehen professionelle Tatortreiniger vor: Auf ihre Kenntnisse ist Verlass

Wenn Tatortreiniger beauftragt wurden, dann gehen sie oft nach einem bestimmten Schema vor. So wird im Regelfall der Tatort beziehungsweise die nach dem Auffinden eines Toten kontaminierte Wohnung von den Spezialisten begangen. Sie wollen sich einen Überblick über die Situation verschaffen. Außerdem erstellen sie eine Bedarfsanalyse und klären im Vorfeld notwendige Schritte. Die Erstellung eines Kostenvoranschlages findet durch eine seriöse Firma im Anschluss stets statt. Wenn klar ist, was getan werden muss, begeben sich die Tatortreiniger an die Arbeit. Einen wichtigen Punkt der Reinigungsarbeiten bilden übrigens Maßnahmen zur Desinfektion der Räumlichkeiten.

Tatortreiniger rücken der kontaminierten Wohnung mit Expertise zu Leibe: So gehen sie vor

Zu Beginn der eigentlichen Reinigungsarbeiten findet eine Vordesinfektion statt. Für diese kommt unter Umständen das sogenannte Kaltnebelverfahren infrage. Unter Umständen wird ein Schädlingsbefall fachgerecht behoben. Mit Spezialreinigungsverfahren beheben die Tatortreiniger im Anschluss Kontaminationen durch Blut, Gewebsreste und Verwesungsrückstände sowie alle anderen möglichen Verunreinigungen. Nach einer Geruchsneutralisation erfolgt oft eine weitere Desinfektion der Räumlichkeiten. In aller Regel befindet sich eine Wohnung anschließend in einem guten Zustand und kann wieder genutzt werden. Auch kontaminierte Gegenstände oder Möbel können durch Tatortreiniger wieder instandgesetzt werden. Dies verläuft erfolgreich, wenn der Gegenstand oder das Möbelstück nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.