Dienstag, 29 Dezember 2020 13:35

Studentenjobs und Corona: Welche Möglichkeiten gibt es?

Gartenhelfer Gartenhelfer pixabay

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie gestaltet sich das ansonsten spannende und abwechslungsreiche Studentenleben öde und fad.

Doch durch den anhaltenden Lockdown fallen nun auch bereits seit einiger Zeit viele Arbeitsplätze für Studenten weg. Kellner-Jobs können aufgrund der geschlossenen Restaurants nicht mehr ausgeübt werden und auch der Verkauf im Einzelhandel ist wegen der geschlossenen Läden keine Option. Dabei ist ein großer Teil der Studenten darauf angewiesen, neben ihrem Studium Geld zu verdienen.

Glücklicherweise sind nicht alle Jobs, die für Studenten gut geeignet sind, von der Corona-Krise betroffen. Als Gartenhelfer kann so beispielsweise auch in den aktuellen Zeiten ein attraktiver Nebenverdienst generiert werden. In welchen Bereichen gerade eine besonders hohe Nachfrage nach studentischen Aushilfen herrscht, zeigt der folgende Beitrag.

Existenzängste unter Studenten nehmen zu

Studenten sind im Zuge der Corona-Pandemie von Existenzängsten und großen finanziellen Sorgen betroffen. Repräsentative Befragungen haben gezeigt, dass aufgrund der Pandemie jeder Dritte Student seinen Nebenjob verloren hat. In der Hochphase der Corona-Krise im vergangenen Jahr beliefen sich die finanziellen Verluste von Studenten im Durchschnitt auf rund 1.500 Euro.

Knapp 30 Prozent der Befragten äußerten außerdem, von massiven Existenzängsten betroffen zu sein. Darunter sind besonders Studenten, welche durch ihre Eltern keine finanzielle Unterstützung erhalten können.

Studenten, die sich in besonders großer finanzieller Not befinden, hatten zwar die Möglichkeit, einen nicht rückzahlbaren Zuschuss als Überbrückungshilfe bei ihrem Studierendenwerk zu beantragen, jedoch lag die maximale Höhe dabei bei 500 Euro für drei Monate. Dieses einmalige Unterstützungspaket hat daher für viele nicht ausgereicht.

Lagerhelfer und Kassierer dringend gesucht

Allerdings haben Studenten in bestimmten Bereichen dennoch die Chance, einen neuen Job zu finden. Die Nachfrage gestaltet sich aktuell besonders für Kassierer in Supermärkten, Lagerhelfer und Fahrer bei Lieferdiensten hoch. Daneben suchen die Supermärkte auch nach Helfern für das Verräumen der Waren. Studenten, die auf der Suche nach einem Büro-Job sind, haben ebenfalls gute Karten: Besonders Call-Center suchen nach Mitarbeitern, die ihre Arbeit sogar aus dem Home-Office erledigen können.

Darüber hinaus besteht ein großer Bedarf nach Promotern, Inventurhelfern und Ordnern. Im Bereich der Lockdown-Jobs können die Promoter, die vorranging in den Fußgängerzonen anzutreffen sind, mit circa 16,60 Euro sogar den höchsten Stundenlohn verdienen.

Attraktive Bezahlung als Reinigungskraft, Sachbearbeiter und Kinderbetreuer

Der Durchschnittslohn im Bereich der Studentenjobs ist jedoch nicht ausschließlich von der Branche abhängig, sondern auch von dem jeweiligen Ort. Am besten sieht die Lage für Leipziger Studenten aus: Im Durchschnitt beträgt ihr Stundenlohn 13,40 Euro. Auf den folgenden Plätzen sind Gießen, Krefeld, Nürnberg, München und Mannheim zu finden.

Jedoch ist das Leben für Studenten in Städten wie München natürlich auch besonders teuer. Das bedeutet, dass die Münchener Studenten circa 55 Stunden arbeiten müssen, um allein ihre Miete zu erwirtschaften, die durchschnittlich bei 717 Euro im Monat liegt.

Im Jahr 2020, in dem die Corona-Pandemie ihren Lauf nahm, konnten sich besonders diejenigen über eine gute Bezahlung freuen, die auch anstrengende Arbeiten wie Aufräumen oder Putzen erledigt haben. Die Arbeitgeber zahlten pro Stunde 14,28 Euro. Gutes Geld konnte darüber hinaus als Sachbearbeiter und als Kinderbetreuer verdient werden.

 

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