Montag, 20 Mai 2013 17:16

Noni, die chinesische Frucht mit hawaiianischem Namen

Die Noni wird botanisch der Gattung der Morinda zugeordnet. Als Familie gelten die Rötegewächse und bei der Ordnung gehört die Pflanze zu den Enzianartigen. Ursprünglich beheimatet scheint die Frucht in der Region Queensland

in Australien. Über den Seeweg kam das Obst vermutlich nach Polynesien und wurde von den einheimischen Seeleuten vor mehr als 2000 Jahren weiter über den Pazifischen und Indischen Ozean verbreitet. Die hawaiianische Bezeichnung Noni gab der Frucht, die im Englischen auch „Indische Maulbeere“ genannt wird, schließlich ihren Namen und ist heute allgemein bekannt. Heute findet man auch in Mittelamerika, Westindien oder auf Madagaskar immer mehr Anbaugebiete dieser interessanten Pflanze. Die Morinad citrifolia L. oder wissenschaftlich auch Morinda bracteata Roxb. genannt, wächst zu einem stattlichen Baum von drei bis sechs Metern Höhe heran. Einzelne Exemplare dieser einfachen Laubbäume können auch bis zu 8 Meter hoch werden.
Nach einer Blüte mit wunderschönen weißen Blütenkelchen, entwickeln sich zunächst kleine unscheinbare grüne Früchte, die bis zur Ernte zu goldgelben Noni heranwachsen. Die Früchte können kurz vor der Ernte die Größe eines Hühnereis oder einer Kartoffel erreichen. Doch bis dahin reifen sie unter der Sonne ihrer Anbaugebiete zu den kleinen Kraftpaketen heran, die später in aller Welt genossen werden können.

Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel erfreut sich die Frucht zunehmender Beliebtheit. Nach jahrelangen Genehmigungs- und Prüfverfahren ist die Frucht und ihre Produkte inzwischen als Lebensmittel zugelassen worden. Und so kann die Noni auch bei uns ihren Siegeszug um die Welt fortsetzen. Frisch wird man die Frucht in unseren Breiten wohl eher selten zu Gesicht bekommen. In Form von Saft ist das Obst hier bei uns hauptsächlich erhältlich. Dies hat auch mit der Entwicklung der reifen Frucht zu tun. Nach der Ernte erfährt der Nonisaft in einer Art Reifeprozess eine enzymatische Wandlung. Ähnlich wie guter Wein brauchte es einige Zeit ein Nonisaft mit leckerem Geschmack und Aroma entwickelt hat.

 

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