Sonntag, 09 Juni 2013 15:07

Depression ist die häufigste psychische Krankheit

Depressionen sind laut dem deutschen Bundesgesundheitsministerium die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Geschätzt wird, das rund vier Millionen Menschen in Deutschland unter Depressionen leiden. Die Dunkelziffer wird noch höher geschätzt,
denn nicht immer wird eine Depression erkannt und viele Menschen, vor allem Männer, gehen gar nicht erst zum Arzt. Eine Depression beginnt oft schleichend.

Die Anzeichen für eine Depression ist der Verlust der Fähigkeit sich zu freuen oder zu trauern. Auch lässt sich ein Depressiver nicht durch andere Menschen aufheitern. Bei schweren Formen macht sich ein Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit in den Betroffenen breit und. Das einzige Gefühl, dass sie noch kennen ist das, das sie nichts fühlen. Eine Depression sollte man keineswegs auf die leichte Schulter nehmen, denn sie ist nichts, was einfach so wieder weggeht. Je früher man sich in Behandlung begibt, desto leichter kann den Betroffenen oft geholfen werden.

Depression – Anzeichen sind unterschiedlich

Eine Depression zeigt sich bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich, bei Kindern wird sie sogar in unterschiedlichen Entwicklungsphasen jeweils anders gezeigt. Bei Frauen macht sich eine Depression eher durch Grübeleien und Mutlosigkeit bemerkbar. Sie sind in sich gekehrt und haben das Gefühl, alltägliche Aufgaben plötzlich nicht mehr zu schaffen. Bei Männern stellt man oft eine erhöhte Aggressivität fest. Daher sind die Anzeichen einer Depression nicht immer einfach zu erkennen. Bei Kindern gibt es eine spezielle Form der Depression, die anaklitische Depression.

Sie betrifft vor allem Kinder in Heimen oder auch bei längerem Krankenhausaufenthalten, die fremdbetreut werden und keine oder nur sehr ungenügende Aufmerksamkeit bekommen. Das Fehlen menschlicher Wärme und Zuneigung äußerst sich bei anaklitischer Depression in Schreien, Weinen, Rückzug bis hin zur Apathie. Hält der Zustand weiter an wird aus einer anaklitischen Depression ein Hospitalismus.

Major Depression

Major Depression bezeichnet den phasenhaften Verlauf der Krankheit. Um diese genau einzugrenzen müssen fünf der folgenden Kriterien erfüllt werden:
Verlust der Freude und dem Interesse an allem
Niedergeschlagenheit
Gewichtsverlust
Schlafstörungen
Antriebslosigkeit und Ruhelosigkeit
Müdigkeit
Schuldgefühle und Wertlosigkeit
verminderte Entscheidungsfähigkeit und Konzentration
Suizidgedanken

Depression behandeln

Depressionen werden meist medikamentös behandelt, zum Teil in Verbindung mit psychologischer Betreuung. Je nach Schweregrad kommen dabei unterschiedliche Antidepressiva zum Einsatz. Leichte Depressionen sprechen oft gut auf Johanniskraut oder ein Kombipräparat an, vor allem bei ersterem sind die Nebenwirkungen gering. Doch bei der Major Depression reicht das bei weitem nicht aus.

Hier hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass auch stärkere Antidepressiva nicht immer den gewünschten Effekt erzielen. Seroquel ist ein Medikament, das ursprünglich für die Behandlung der Schizophrenie eingesetzt wurde. Inzwischen hat sich gezeigt, dass mit Seroquel bei Depression schnell Erfolge erzielt werden können, vor allem bei Patienten, bei denen auch nach wochenlanger Einnahme von Antidepressiva keine Erfolge sichtbar wurden. Seroquel ist seit 2010 auch als zusätzliches Präparat bei Depressionen zugelassen. http://www.online-artikel.de

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