Dienstag, 22 März 2022 15:31

Einen PHD berufsbegleitend erreichen

PHD berufsbegleitend PHD berufsbegleitend pixabay

Ein berufsbegleitendes Doktorratsstudium ermöglicht es auch Berufstätigen einen Doktortitel oder PHD zu erlangen. Es eignet sich für alle, die ihre Karriere und ihr Privatleben nicht einschränken wollen. Doch wie klappt ein solches Studium? Was gilt es zu beachten?

Bei einem berufsbegleitenden Studium wird ein eignes Konzept individuell zusammengestellt und das Thema kann dabei frei gewählt werden. Die wissenschaftliche Arbeit steht hier aber in engem Zusammenhang mit der Anwendbarkeit im Unternehmen. Solche Studiengänge richten sich meist an Führungskräfte oder Menschen, die in ihrer Karriere noch weiter aufsteigen wollen.

Besonders die individuelle und persönliche Betreuung ist wichtig. Die Präsenzzeiten sind zwar sehr gering gestaltet, was auf jeden Fall ein großer Vorteil für Berufstätige ist. Doch hat der Promovierende regelmäßigen Kontakt zu den Doktoreltern. Dazu kommt noch eine flexible Zeiteinteilung, denn der Studienbeginn ist zwar im Wintersemester, doch es gibt keine Semesterferien, an die man sich halten muss. Der Promovierende kann seine Zeiten also flexibel einteilen und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Die meisten PHD- Studiengänge dauern in etwa drei Jahre, höchstens sechs Jahre. Im ersten Jahr wird der Betreuer für die Doktorarbeit festgelegt und man wählt das Thema aus. Dazu kommen noch ein paar Präsenzveranstaltungen und eine mündliche Prüfung. Im dritten Jahr hat man dann keine Präsenzveranstaltungen mehr, sondern konzentriert sich auf die Fertigstellung der Arbeit. Darauf folgt die Abschlussprüfung und die feierliche Promotion.

Für bestimmte Seminare und Prüfungen gibt es auch im Fernstudium eine Anwesenheitspflicht. Bei einer Promotionsdauer von drei Jahren finden diese aber nur in den ersten beiden Jahren statt. Zusätzlich zur Doktorarbeit müssen bei vielen Studiengängen vier Publikationen erzeugt werden. Dazu berät sich der Promovierende mit seinem Betreuer. Zwei der vier Publikationen werden meist in einem Reviews Journal veröffentlicht und die anderen werden im Rahmen der Dissertationskonferenz erstellt.

Die meisten Zulassungskriterien umfassen ein abgeschlossenes Master- oder Diplomstudium und gute Englischkenntnisse. Die Sprache in den Kursen ist oft auch Englisch, deshalb können Akademiker aus unterschiedlichen Fachrichtungen zugelassen werden. Genaue Rahmenbedingungen sollten im Vorhinein recherchiert und geklärt werden, am besten in einem persönlichen Gespräch.

Den PHD berufsbegleitend zu erlangen, unterscheidet sich etwas vom klassischen Doktortitel, denn beim PHD gibt es meist mehrere Ansprechpartner und Professoren als Betreuer. Es wird teilweise auch gemeinschaftlich an einem Forschungsprojekt gearbeitet. Der Aufbau fällt insgesamt strukturierter aus, denn die Fortschritte bei der Dissertation werden wie „Hausaufgaben“ eingereicht. So wird der ganze Promotionsprozess in mehrere übersichtliche Etappen aufgeteilt.

Bei einem klassischen Doktortitel gibt es entweder den Doktorvater oder die Doktormutter, aber im Normalfall nicht mehr als einen Betreuer. Der Prozess fällt insgesamt individueller aus und die wissenschaftliche Mitarbeit wird mit dem Anfertigen einer Dissertation verbunden.

Auch die Dauer unterscheidet sich bei den beiden Titeln. Beim PHD ist sie meist festgelegt und nach Absprache kann sie verlängert werden. Beim Doktortitel ist das auch individueller. Eine Höchstdauer gibt es aber auch hier. Beim PHD fokussiert man sich mehr auf die wissenschaftliche Forschung und individuelle Aspekte sind eher zweitrangig. Beim Doktor geht es mehr um den Erwerb der Fähigkeit selbstständig und wissenschaftlich zu arbeiten.

Den Doktor mit PHD zu übersetzen ist aufgrund der vorhandenen Unterschiede nicht zulässig. Das gilt insbesondere für internationale Bewerbungen. Ein PHD darf in Deutschland aber zumeist als „Dr.“ angegeben werden. In welchen Fällen dies zulässig ist, wird im Beschluss der Kultusministerkonferenz festgelegt.

 

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