Mittwoch, 17 April 2013 19:40

Standortmarketing - eingefahrene Geleise verlassen

Der zu einer Standortbilanz mit ca. 500 Einzelschritten aufgezeigte Weg ist nicht immer nur einfach, sondern kann an manchen Stellen durchaus steil und steinig sein. Wird er konsequent beschritten, führt er jedoch mit

hoher Erfolgssicherheit zu einem wertvollen Kommunikations-, Berichts- und Planungsinstrument.

Es gibt eine Vielzahl von möglichen Standortproblemen und -fragen. Allein mit ihrer Aufzählung könnte man ganze Bände füllen. Diese Vielzahl und Unterschiedlichkeit (bis hin zur Andersartigkeit) ist mit ein Grund dafür, dass man sich ihnen bislang immer nur mit einer punktuellen, allenfalls sektorialen (branchenorientierten, segmentweisen), viel zu oft aber auch nur willkürlichen Betrachtungsweise nähert. D.h. je nach einer dieser unzähligen Problemstellungen und Standortfragen richtet man den Blick bzw. die Analyse auf einige hierzu herausgepickte Aspekte, lässt alles Andere außen vor oder überlässt es anderen Paralleluntersuchungen, -gutachten und -programmen. Die Begründung und Rechtfertigung hierfür klingen immer gleich oder ähnlich: andere Vorgehensweisen sind zu kompliziert, nicht machbar, zu aufwendig, nicht praktikabel usw. Mit diesen Beschränkungen aufgrund eines stark verengenden Blickwinkels schließt man sich allerdings bereits gedanklich auf engem Raum ein. Nicht zuletzt mit der Gefahr, zu keinen oder im Extremfall auch zu falschen Entscheidungen und Maßnahmen zu gelangen.

Vgl. hierzu Becker, Jörg: Die Vermessung der Standorte, ISBN 9783837067248
Vgl. hierzu Becker, Jörg: Strategischer Potential-Check des Standortes, ISBN 9783837049787

Auch wenn man sich im Gewohnten häuslich eingerichtet hat und sich scheut, das (scheinbare) Risiko von Neuem einzugehen: Wenn sich die Standorte, einschließlich der miteinander konkurrierenden, in ihren verbalen Darstellungen und Internet-Auftritten immer mehr angleichen, verlieren sie damit gleichzeitig Möglichkeiten und Optionen, sich im Markt und Wettbewerb als Standortmarke mit hohem Wiedererkennungswert und großer Anziehungskraft zu positionieren. Im Sinne einer zeitgemäßen, d.h. zukunftsbezogenen und strategiebewussten Standortentwicklung gilt es Mittel und Wege zu finden, um aus diesem bereits vom Ansatz her engen Korsett auszubrechen. Dafür müssen auch einmal eingefahrene (möglicherweise als bequem empfundene) Gleise verlassen werden.

 

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