Donnerstag, 04 April 2013 18:41

Test: Need for Speed: Most Wanted

Es gibt viele Studios, die sich für Electronic Arts an Need for Speed versucht haben - einige davon mit nur mäßigem Erfolg. Mit dem letzten Arcade-Ableger der ruhmreichen Serie unter der Leitung der Burnout-Macher von Criterion kehrte


man jedoch zu alter Stärke zurück. Der neueste Teil Most Wanted soll beweisen, dass dies keine Eintagsfliege war.
Früher Reboot

Video: Der chaotische Mehrspieler-Modus ist das Aushängeschild von Most Wanted.
Nachdem die so genannten "Reboots", also Neustarts bekannter Marken, vor allem in Hollywood gerade en vogue sind, haben Neuauflagen alter Titel auch die Spielewelt erreicht. Das Original von Need for Speed Most Wanted (NFSMW) wurde 2005 veröffentlicht, stammt aus der Übergangsphase der vergangenen Konsolengeneration. Es war dementsprechend das letzte Need for Speed auf den "alten" Systemen wie Xbox, PlayStation 2 und GameCube sowie das erste, das in HD auf der Xbox 360 strahlte.

Doch ist die Zeit wirklich schon reif, um diesen Teil, der seinerzeit (abhängig vom System) zwischen 81% und 85% einfahren konnte, einem Neustart zu unterziehen? Wenn es nach EA geht, offensichtlich ja! Andererseits: In Hollywood denkt man schon jetzt offen über ein Reboot der Twilight-Serie nach - obwohl der Abschluss der Saga erst demnächst in die Kinos kommt. Und nach diesen Maßstäben hat es ja eine halbe Ewigkeit gedauert, bis Most Wanted neu aufgelegt wurde. Immerhin unter der Regie des Teams, das auch schon Hot Pursuit, die letzte Wiederbelebung im NfS-Universum zum Erfolg machte: Criterion.

Wo bleibt Paradise 2?
Verfolgungen mit der Polizei sind an der Tagesordnung in Fairhaven.
Dass die Briten mit von der Partie sind, hatte mich nach der Ankündigung traurig gestimmt. Nicht, weil ich ihnen nichts zutraue - ganz im Gegenteil. Mit Need for Speed Hot Pursuit haben sie ihre Klasse sowie vor allem ihre Verantwortung gegenüber der ruhmreichen Marke bewiesen. Doch ein Most Wanted bedeutet, dass eine Fortsetzung zu Burnout Paradise, das neben Midnight Club 3 für mich das Aushängeschild arcadiger Open World-Raser darstellt, in weite Ferne rücken würde.

Dann jedoch tauchten die ersten Videos auf und frühe "Augenzeugenberichte" der Kollegen aus der Redaktion bestätigten meinen Eindruck. Die offene Welt, die halsbrecherische Geschwindigkeit, die waghalsigen Sprünge, die spektakulären Unfälle: Das ist doch alles wie in Burnout Paradise! Ist der PS-starke Ausflug in die Stadt Fairhaven also genau die Highspeed-Fortsetzung, auf die ich seit 2009 gewartet habe?

Burnout Fairhaven?

Die Antwort auf die Frage lautet, um es mit Fettes Brot zu sagen: "Jein!" Wenn man nur auf die pure Geschwindigkeit und die Möglichkeit schaut, sich in einer offenen Stadt PS-Duelle zu liefern, in der auch die Strecken bei Rennen nicht wie z.B. bei Forza Horizon abgegrenzt sind und man auch mal lauthals fluchend die falsche Ausfahrt nimmt, dann ist Most Wanted in der Tat ein würdiger Nachfolger zu Paradise.

Eigentlich sollte der Rechner problemlos mit NfS Most Wanted fertig werden, es ruckelt aber dennoch? Abhilfe kann in den meisten Fällen eine kleine Änderung in einer config-Datei schaffen:

Die config.NFS13Save findet sich unter "Dokumente/Criterion Games" und hat einen Eintrag namens 'LockTo30'. Setzt man diesen auf 'true' und speichert die config wieder ab, sollten die meisten Probleme behoben sein.
Doch das Need for Speed-Gen ist fest in der DNS dieses Rennspiels verankert: Wie beim ursprünglichen Most Wanted müssen sich Solisten in Fairhaven nach und nach den meistgesuchten Rasern stellen, diese schlagen und schließlich ihre Karre übernehmen. Damals waren es 15, dieses Mal sind nur noch zehn Hauptgegner ins Visier zu nehmen.
Und man sitzt (dies ist die größte Änderung zu Burnout Paradise) in lizenzierten Boliden. 41 Karossen gibt es, das Spektrum reicht von Alfa Romeo über Bentley und Bugatti, Pagani oder Lamborghini bis hin zu einem Koenigsegg Agera R. Einige dieser Prachtwagen muss man erst freischalten, die meisten kann man an über 120 mitunter gut versteckten Wechselstationen (drei für jedes Auto) finden. Nun parkt man entweder daneben und wechselt oder hat den Wagen für einen späteren Schnellzugriff zur Verfügung. Criterion hat die PS-Monster mit bekannt hoher Detailfreude nachgebildet, allerdings musste den Lizenzen die Wucht bei Crashes sowie ein ausgefeiltes Schadensmodell geopfert werden. Das ist insofern schade, da Criterion mit den wuchtigen Crashsequenzen der Burnout-Serie (häufig in Zeitlupe zelebriert) das Fundament für seinen Ruf als Meister des Arcade-Racings gelegt hat.

Mehr: http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/PC-CDROM/Test/31277/78157/0/Need_for_Speed_Most_Wanted.html

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