Samstag, 10 Dezember 2022 13:50

Wie funktioniert der Zughundesport?

Zughundesport Zughundesport pixabay

Für viele Menschen stellt es einen wahren Traum dar, die weiten, weißen Welten Alaskas mit einem Schlittenhundegespann zu erkunden. Dagegen zeigen sich die Möglichkeiten in Deutschland an echten Rennen mit Schlittenhunden natürlich äußerst begrenzt.

 

Es steht jedoch auch hierzulande eine tolle Alternative zur Verfügung, nämlich in Form des Zughundesports. Dieser bietet Mensch und Hund auch ganz ohne Schnee die Chance, sich beim Biken oder Wagenrennen gemeinsam zu verausgaben – selbstverständlich kommt daneben auch der Spaß beim Zughundesport nicht zu kurz.

Wie sich der Zughundesport dabei im Detail gestaltet und welche Hunderassen für diese geeignet sind, zeigt der folgende Beitrag.

Zughunde – Das steckt dahinter

Bereits seit Menschengedenken werden Zughunde genutzt, um Lasten in Gebieten zu ziehen, die sich als sehr schneereich oder schwer passierbar zeigen. Dabei lassen sich einige Hunderassen ausmachen, die sich als Zughunde besonders gut eignen.

Der Zughundesport setzt auf die Fähigkeit dieser Hunde, einen Tretroller oder einen Wagen in Form eines Gespanns zu ziehen. Dabei können sowohl nur ein als auch mehrere Hunde eingespannt werden.


Von dem Breitensport der Zughunde werden dabei sogar unterschiedliche Disziplinen umfasst, nämlich Canicross, Dogtrekking, Bikejöring, Dogscooter, Sacco Cart, Dog Trike und der klassische Hundeschlittensport.

Was macht den Zughundesport aus?

Im Rahmen des Zughundesports lassen sich Menschen von mehreren oder auch nur einem Hund ziehen. Die genannten unterschiedlichen Disziplinen erstrecken sich dabei über das Radfahren und Joggen bis hin zum Wagen- oder Schlittenrennen.

Doch unabhängig davon, ob sich auf Räder oder zu Fuß bewegt wird – mehr als ein Zugseil, ein Geschirr, ein Hund und ein Mensch werden für den Zughundesport nicht benötigt. Wird das Canicross ausgeführt, findet die Befestigung des Zugseils zum Beispiel an einem Gürtel statt, sodass der Hund voran laufen kann. Der Sport zeigt sich für den Menschen dabei umso anstrengender, desto schneller und kräftiger der Hund ist.

Das Zugseil wird dagegen bei dem Bikejöring an einem Fahrrad fixiert, welches von dem Hund gezogen wird. Sollte sich der Hund als kleiner oder älter zeigen, kann der Mensch diesen unterstützen, indem er in die Pedale tritt. Weisen die Biker und die Zughunde einen guten Trainingszustand auf, ist es bei dieser Disziplin jedoch durchaus auch möglich, Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h zu erzielen.

Laufbegeisterte Hunde genießen es jedoch auch, sich vor einen Tretroller spannen zu lassen. Für den Fahrer kommt es bei dieser Zughunde-Disziplin jedoch darauf an, seine Füße vollkommen still zu halten – eine Unterstützung durch ihn ist nicht nötig. Nicht verzichtet kann bei dem Dogscooter außerdem auf einen gut ausgeprägten Gleichgewichtssinn.

Die Disziplinen Sacco Cart und Dog Trike lassen sich im Gegensatz zu den weiteren Arten des Zughundesports ausschließlich mit einem Gespann aus mehreren Hunden ausführen, da die Wagen, die gezogen werden, ein recht hohes Eigengewicht aufweisen. Für den Menschen besteht bei diesen jedoch eine höhere Standfestigkeit als etwa auf dem Fahrrad oder dem Tretroller.

Diese Hunderassen können im Zughundesport eingesetzt werden

Bei Malamutes oder Huskys handelt es sich um typische Schlittenhunde. Für diese stellt das Ziehen von Lasten ein ganz natürliches Bedürfnis dar. Daneben eignen sich grundsätzlich jedoch auch sämtliche anderen gesunden Hunde für die Sportart, sofern diese einen ausgeprägten Bewegungsdrang aufweisen.

Neben den Huskys und den Malamutes sind auch Grönlandhunde für den Zughundesport prädestiniert, da sich diese als sehr laufwillig, kälteunempfindlich und ausdauernd zeigen. Dennoch – auch einem kleingewachsenen Dackel ist es durchaus möglich, etwa am Canicross Freude zu haben.

 

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