Donnerstag, 16 Mai 2013 21:45

Mensch ärger dich doch


Gesellschaftsspiele haben eine wichtige Funktion in unserem Leben. Sie können eine Gruppe von Menschen, die sich noch gar nicht kennen, über ein Spiel zusammen bringen und schaffen es, dass die Beteiligten sich zwanglos kennen lernen

können. Ein Gesellschaftsspiel bringt eine Gruppe von Menschen in Bewegung. Es ermöglicht, sich dem Anderen ungezwungen zu öffnen und je nach Spiel, nicht nur den Wettbewerbs-Drang zu befriedigen, sondern mit anderen auch kreativ und kooperativ zu sein. Gesellschaftsspiele können den Spielern Spaß machen, sie aufregen oder gar Begeisterung auslösen. Es gibt natürlich auch Spiele, die hinterlassen frustrierte und wütende Spieler. Wenn ein Spieler diese Emotionen zeigt, dann hat das sicher auch mit dem Wesen des Spiels zu tun, aber natürlich noch mehr mit dem Charakter des Spielers, der sich zu derartigen Reaktionen hinreißen lässt. „Mensch Ärger dich nicht“ – ist da der Klassiker, der auch gutmütige Menschen aus der Reserve locken kann. Wer sich nicht auf das Spiel einlässt und dem es egal ist, ob er gewinnt oder verliert, der wird auch nicht tief betroffen sein, wenn seine Figuren ständig aus dem Feld geschlagen werden, vorwiegend dann, wenn sie kurz vor dem Ziel stehen. Wer sich nicht auf das Spiel einlässt, wird allerdings auch nicht den Spaß erleben können, der aufkommt, wenn man es geschafft hat, seine Spielfigur ins sichere Heim zu führen oder die Freude, einen Konkurrenten rechtzeitig gestoppt zu haben. Wer die Menschen bei diesem Spiel beobachtet, wird sie ganz schnell in ihrem Wesen erkennen. Nicht umfassend, aber man sieht, wie ehrgeizig jemand ist, wie er mit Siegen und Niederlagen umgehen kann. Wie viel Schadenfreude steckt in ihm? Und wer ist so mitfühlend, dass er regelmäßig die Chance jemanden aus dem Feld zu schlagen, nicht nutzt? Das Spiel lockt uns alle aus der Reserve – ob wir es nun wollen oder nicht.

 

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