Donnerstag, 19 September 2013 12:53

Grüner Tee, das Wundermittel

Tee wird schon seit Jahrhunderten in Indien und China angebaut. Heute ist Tee nach Wasser das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt. Millionen Menschen trinken Tee, und Studien deuten darauf hin, dass insbesondere grüner Tee viele gesundheitliche Vorteile hat. Es gibt drei Sorten Tee – grüner Tee, schwarzer Tee und Oolong. Der Unterschied liegt in

der Verarbeitung der Tees. Grüner Tee wird aus unfermentierten Teeblättern gemacht und enthält die höchste Konzentration an Antioxidantien, die sogenannten Polyphenole. Antioxidantien sind Substanzen, die freie Radikale bekämpfen - schädliche Verbindungen im Körper, welche die DNA schädigen und sogar zum Zelltod führen. Viele Wissenschaftler glauben, dass freie Radikale zur Entwicklung von gesundheitlichen Problemen wie Krebs und Herzerkrankungen sowie zum Alterungsprozess beitragen. Antioxidantien wie Polyphenole in grünem Tee können freie Radikale verringern, neutralisieren oder sogar einige Schäden, die sie verursachen verhindern.

In der traditionellen chinesischen und indischen Medizin wird grüner Tee zum entwässern verwendet. Andere traditionelle Verwendungen von grünem Tee sind die Behandlung von Blähungen, Regulierung der Körpertemperatur, das fördern der Verdauung und die Verbesserung des mentalen Wohlbefindens.

Grüner Tee wurde ausgiebig an Menschen mit Laborexperimenten untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien deuten darauf hin, dass grüner Tee bei folgenden gesundheitlichen Beschwerden helfen kann.


Atherosklerose
Klinische Studien deuten darauf hin, dass die antioxidativen Eigenschaften von grünem Tee helfen könnten, Arteriosklerose vorzubeugen, besonders koronare Herzerkrankungen. Das ist das Ergebnis von Langzeitstudien, die an Menschen verschiedener Kulturen mit verschiedenen Ess- und Lebensgewohnheiten durchgeführt wurden.

Forscher sind sich nicht sicher, warum grüner Tee durch die Senkung des Cholesterins und der Triglyzeride das Risiko von Herzerkrankungen reduziert. Studien zeigen, dass schwarzer Tee ähnliche Wirkungen hat. Tatsächlich schätzen Forscher, dass durch den Konsum von 3 Tassen Tee pro Tag das Herzinfarkt Risiko um 11% gesänkt werden kann.

Im Mai 2006 lehnte jedoch die US Food & Drug Administration (FDA) eine Petition von Tee Produzenten ab, in der es um eine Erlaubnis für Tee Etiketten mit dem Aufdruck „grüner Tee verringert das Risiko von Herzerkrankungen" geht. Die FDA begründet dies damit, dass es keine eindeutigen Beweise für diese Behauptung gibt.


Hoher Cholesterinspiegel
Studien zeigen, dass grüner Tee das Gesamtcholesterin senkt und das HDL ("gutes" Cholesterin) bei Tieren und Menschen steigert. Eine klinische Studie ergab, dass Männer, die grünen Tee trinken eher niedrige Gesamtcholesterin Werte haben als diejenigen, die keinen grünen Tee trinken.

Ergebnisse einer experimentellen Studie an Tieren lassen vermuten, dass Polyphenole im grünen Tee das resorbieren von Cholesterin im Darm verhindern und dem Körper helfen, das Cholesterin loszuwerden. In einer weiteren kleinen Studie mit männlichen Rauchern, fanden Forscher heraus, dass grüner Tee deutlich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut reduziert.


Krebs
Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass grüner Tee und schwarzer Tee vor Krebs schützen können. Beispielsweise sind die Krebsraten in Ländern wie Japan, wo die Menschen regelmäßig grünen Tee konsumieren sehr gering. Allerdings ist es nicht möglich, mit sicherheit zu behaupten, dass grüner Tee tatsächlich Krebs im Menschen verhindern kann.

Neuste klinische Studien deuten darauf hin, dass die Polyphenole im Tee, vor allem im grünen Tee, eine wichtige Rolle bei der Prävention von Krebs spielen. Auch glauben Forscher, dass die Polyphenole das Wachstum von Krebszellen verhindert und sogar abtöten können.

Blasenkrebs. Nur wenige klinische Studien haben den Zusammenhang zwischen Blasenkrebs und Tee trinken untersucht. In einer Studie, dass Menschen mit und ohne Blasenkrebs verglich, fanden Forscher heraus, dass Frauen die schwarzer Tee und pulverisierten Grüntee (Matcha Tee) tranken weniger anfällig für die Entwicklung von Blasenkrebs waren. Eine Folgestudie der gleichen Forschergruppe zeigte, dass Menschen mit Blasenkrebs - insbesondere Männer -, die grünen Tee tranken eine bessere 5-Jahres Überlebensrate hatten, als diejenigen die dies nicht taten.

Brustkrebs. Klinische Studien an Tieren und Zellen in Reagenzgläsern lassen vermuten, dass Polyphenole im grünen Tee das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen. In einer Studie von 472 Frauen in verschiedenen Stadien des Brustkrebses, fanden Forscher heraus, dass die Frauen, die viel grünen Tee tranken, die geringste Ausbreitung von Krebs hatten.

Eierstockkrebs. In einer klinischen Studie mit Ovarialkarzinom Patientinnen in China, fanden Forscher heraus, dass Frauen, die mindestens eine Tasse grünen Tee pro Tag tranken länger mit der Krankheit lebten, als diejenigen, die keinen grünen Tee tranken. In der Tat lebten diejenigen, die den meisten Tee tranken, am längsten. Jedoch fanden andere Studien keine positiven Auswirkungen.

Darmkrebs. Klinische Studien zu den Auswirkungen von grünem Tee auf Rektumkarzinome haben unterschiedliche Ergebnisse geliefert. Einige Studien zeigten ein vermindertes Krebs Risiko in bei den Personen die grünen Tee trinken, während andere Studien auf ein erhöhtes Risiko zeigten. In einer Studie hatten Frauen, die 5 oder mehr Tassen grünen Tee pro Tag tranken, ein geringeres Darmkrebs Risiko im Vergleich zu Nicht-Teetrinkern. Jedoch zeigte sich keine schützende Wirkung für Männer. Andere Studien zeigten, dass das regelmäßige Trinken von Tee, das Risiko von Darmkrebs bei Frauen reduzieren kann. Mehr Forschung ist notwendig, damit Wissenschaftler grüner Tee zur Darmkrebs Vorbeugung empfehlen können.

Speiseröhrenkrebs. Studien an Labortieren haben herausgefunden, dass die in grünem Tee enthaltenen Polyphenole das Wachstum von Speiseröhrenkrebs hemmen. Jedoch haben Studien in Menschen widersprüchliche Ergebnisse geliefert. Zum Beispiel fand eine groß angelegte klinische Studie heraus, dass grüner Tee einen Schutz gegen die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs, besonders bei Frauen bietet. Eine weitere klinische Studie ergab genau das Gegenteil und behauptete, dass der Konsum von grünem Tee ein erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs darstellt. In der Tat sollte mann den Tee nicht zu heiß trinken, denn je stärker und je heißer der Tee ist, desto größer ist das Risiko zur bildung von Speiseröhrenkrebs. Angesichts dieser widersprüchlichen Ergebnisse, ist mehr Forschungsarbeit notwendig, bevor Wissenschaftler grüner Tee zur Vorbeugung von Speiseröhrenkrebs empfehlen können.

Weitere klinische Studien sind im Gange, um zu sehen, ob grüner Tee das Risiko von den verschiedenen Krebsarten verringert.


Diabetes
Traditionell wurde grüner Tee getrunken um den Blutzuckerspiegel zu steuern. Studien an Tieren weisen darauf hin, dass grüner Tee helfen kann die Entwicklung von Diabetes Typ 1 zu verhindern und verlangsamt das Fortschreiten wenn man bereits an Diabetes Typ 1 erkrankt ist. Bei Menschen mit Diabetes Typ 1 derren Körper nur wenig oder kein Insulin produziert, kann Grüner Tee helfen die Glukose im Körper zu regulieren.

Ein paar kleine Studien haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Grüntee Extrakt den HbA1c-Level bei Patienten mit Borderline Diabetes senkte.


Lebererkrankungen
Klinische Studien haben gezeigt, dass Männer, die mehr als 10 Tassen grünen Tee pro Tag trinken weniger wahrscheinlich Probleme mit der Leber bekommen. Grüner Tee scheint auch die Leber vor den schädlichen Auswirkungen von toxischen Substanzen wie Alkohol zu schützen. Tierstudien haben gezeigt, dass grüner Tee vor Lebertumoren bei Mäusen schützt.

Ergebnisse aus verschiedenen tierischen und menschlichen Studien deuten darauf hin, dass einer der Polyphenole im grünen Tee, der als Catechin bekannt ist, helfen kann, eine Entzündung der Leber, auch viraler Hepatitis genannt, zu behandeln. In diesen Studien wurde Catechin selbst in sehr hohen Mengen eingesetzt. Es ist nicht klar, ob grüner Tee, die eine geringere Konzentration an Catechine hat, die gleichen Vorteile haben würde.

10 Tassen grüner Tee pro Tag könnte aber Probleme durch die hohe Koffeinkonzentration verursachen. Fragen Sie Ihren Arzt über die besten möglichkeiten, grünen Tee in einer Behandlung mit einzusetzen.


Diät und abnehmen
Klinische Studien deuten darauf hin, dass grüner Tee den Stoffwechsel anzukurbelt und dadurch vermehrt Fett verbrannt wird. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Kombination von grüner Tee und Koffein den Fettverlust bei Menschen mit übergewicht und fettleibigkeit beschleunigten. Einige Wissenschaftler glauben, dass Substanzen wie Catechine im grünen Tee verantwortlich für die wirkung der Fettverbrennung sind.


Andere Verwendungen
Eine kleine Studie fand heraus, dass grüner Tee Karies verhindert. Jedoch müssen hier weitere Unstersuchungen durchgeführt werden. Grüner Tee kann auch bei entzündlichen Erkrankungen, wie Arthritis unterstützend sein. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass grüner Tee durch eine Verringerung der Entzündung Arthritis und den Abbau von Knorpel verlangsamt. Stoffe in grünem Tee können auch bei Symptomen von Erkältungen und Grippe helfen.


Beschreibung von grünem Tee
Grün, schwarz und Oolong Tee werden alle aus den Blättern der Camellia sinensis Pflanze gewonnen. Ursprünglich in Ostasien angebaut, erreicht diese Pflanze eine größe von einem Strauch oder sogar Baum. Heute wächst Camellia sinensis in Asien und Teilen des Nahen Ostens und Afrikas.

Menschen in asiatischen Ländern konsumieren häufiger grünen Tee und Oolong Tee, während schwarzer Tee in den Vereinigten Staaten sehr beliebt ist. Grüner Tee wird aus den nicht fermentierten Blätter gemacht, die Blätter des Oolong Tee sind teilweise fermentiert und schwarzer Tee ist vollständig fermentiert. Je mehr die Blätter fermentieren, desto geringer ist der Polyphenol-Gehalt und umso höher der Koffeingehalt. Grüner Tee hat den höchsten Gehalt an Polyphenolen, während schwarzer Tee etwa den 2 - 3 mal höheren Koffeingehalt als grünen Tee aufweist.


Was enthält grüner Tee?
Forscher glauben, die gesundheitsfördernden Eigenschaften von grünem Tee sind meist auf Polyphenole, Stoffe mit stark antioxidativen Eigenschaften zurückzuführen. In der Tat scheint die antioxidative Wirkung der Polyphenole größer zu sein als Vitamin C. Die Polyphenole des grünen Tees zeigen sich als etwas bitteren Geschmack.

Polyphenole im Tee sind als Catechine klassifiziert. Grüner Tee enthält sechs primäre Catechin Verbindungen: Catechin, gallaogatechin, Epicatechin, Epigallocatechin, Epicatechingallat und apigallocatechin gallate (auch als EGCG bekannt). EGCG ist die am meisten untersuchte Polyphenol Komponente in Grüntee und die aktivste.

Grüner Tee enthält auch Alkaloide einschließlich Koffein, Theobromin und Theophyllin. Sie sorgen für die stimulierende Wirkung im grünen Tee. L-Theanin, eine Aminosäure Verbindung die im grünen Tee vorkommt, ist für seine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem verantwortlich.


Einnahmeempfehlung

Kinder

Grüner Tee wurde bei Kindern untersucht, und wird nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen.

Erwachsene

2 - 3 Tassen grünen Tee pro Tag (insgesamt ca. 240 bis 320 mg Polyphenole) pro Tag wird empfohlen. Koffein freie Produkte stehen zur Verfügung.

Vorsichtsmaßnahmen

Die Verwendung von Kräutern ist ein altehrwürdiger Ansatz zur Stärkung des Körpers und der Behandlung von Krankheiten. Allerdings enthalten Kräuter Wirkstoffe, die Nebenwirkungen im zusammenspiel mit anderen Kräutern oder Medikamente auslösen können. Aus diesen Gründen sollten Menschen die Kräuter einnehmen, dies unter der Aufsicht eines Arztes mache der sich auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde auskennt.

Menschen mit Herzproblemen oder Bluthochdruck, Nierenprobleme, Leberprobleme, Magengeschwüren und psychische Störungen, insbesondere Angst, sollte keinen grüner Tee konsumieren. Schwangere und stillende Frauen sollten grünen Tee vermeiden.

Menschen mit Anämie, Diabetes, Glaukom oder Osteoporose sollten ihren Arzt vor dem Konsum von grünen Tee fragen.

Menschen, die große Mengen von Koffein, einschließlich Koffein aus grünem Tee für längere Zeit konsumieren, kann es zu Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Herzklopfen und Schwindel führen. Koffein Überdosierung kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit führen. Wenn Sie viel Tee trinken und zu erbrechen beginnen oder Bauchkrämpfe bekommen, kann es eine Koffein Vergiftung sein. Wenn Ihre Symptome schwerwiegend sind, senken Sie Ihren Koffeinkonsum und suchen Sie Ihren Arzt auf.

N. Minaei
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