Donnerstag, 08 September 2022 09:26

Kamille: So wird sie angewendet

Kamillosan Kamillosan pixabay

Dass die Pflanze der Kamille wahrlich wunder leisten kann, ist den meisten seit vielen Generationen bewusst. Doch weshalb genau ist die Kamille eigentlich so gesund und wie setzt man sie am besten ein?

 

Herkunft

Die Menschen pflanzen Kamille seit mehreren Hundert Jahren als Nutzpflanze an. Sie dient jedoch nicht nur als Zierpflanze mit schönen Blüten, sondern vielmehr als Heilmittel gegen viele Beschwerden. Bei früheren Germanen, Römern und Ägyptern galt die Pflanze gar als heilig. Für die Hemmung von Schmerzen bei Bauchschmerzen und Erkältungen wird die Kamille noch heute eingesetzt. Auch eine stark entzündungshemmende Wirkung wird der Kamille nachgesagt. Kein Wunder also, dass es auch zahlreiche Medikamente mit Kamille gibt, wie beispielweise Kamillosan.

Wieso ist sie so gesund?

Der Hauptgrund für die gesunde Wirkung der Kamille liegt in den ätherischen Ölen. Die Kamille ist voll damit und das meiste sammelt sich in den Blüten. Dieses Öl besteht primär aus Bisabolol und Matricin, welche beide nachgewiesen eine entzündungshemmende Wirkung entfalten können. Doch nicht nur das. Denn die echte Kamille wirkt zudem auch antibakteriell und entspannend. Beides konnte in diversen Studien beweisen werden. Daher wird Kamille auch oft als Salbe verwendet.

Kamille essen oder trinken?

Kamille wird zumeist gegen Entzündungen im Mund oder Rachen eingesetzt. Um diese zu behandeln, eignet sich am besten die orale Einnahme in Form von Tee. Kamillentee existiert seit mehreren Hundert Jahren und gilt noch heute als eine der beliebtesten Teesorten. Immer mehr kommt jedoch die Kamille auch auf unsere Teller. Von der echten Kamille können Blüten, Blätter und sogar die Knospen problemlos verzehrt werden. Auch für Tiere ist dies wichtig, denn gerade in der freien Natur werden Kamillen oft auch von Tieren verzehrt. Sie entfalten ihre antibakterielle Wirkung auch hier einwandfrei. Kamille ist nie giftig und kann problemlos vom Menschen, Hund und Katze verzehrt werden und gilt als sehr gesund.

Verwendung als Heilpflanze zu Hause

Kamille darf auf keinen Fall in der Hausapotheke fehlen. Die getrockneten Blüten können neben Tee auch für ein Bad oder gar eine Haarspülung verwendet werden. In Europa kann die Kamille problemlos zu Hause gezüchtet und geerntet werden. Dafür setzt man die Samen lediglich in einen Topf mit Erde und gibt der Pflanze regelmäßig Wasser. Kamille wächst problemlos im Garten oder auf dem Balkon. Die Blüten können anschließend geerntet und getrocknet werden. So ist die Kamille gut für den Winter haltbar. Die Kamille eignet sich zudem gut für Kinder. Kamillentee kann in geringer Dosis sogar bedenkenlos für Babys eingesetzt werden und beruhigt den Bauch.

Kamillentee: Wogegen hilft er?

Die meisten Menschen in Deutschland haben gute Erinnerungen daran, wie sie als Kinder Kamillentee getrunken haben. Dem Getränk wird nachgesagt, dass es bei einer Reihe von Krankheiten und Beschwerden helfen kann, sei es bei einer Grippe oder Beschwerden mit dem Magen nach einer fettigen Mahlzeit. Tatsächlich lösen sich die ätherischen Öle der Kamille im heißen Wasser ideal auf und können leichte Krankheiten somit einfach behandeln. In ähnlicher Weise kann die Kamille Schmerzen lindern und reduziert Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Vor allem dann, wenn sie häufig über den Tag verteilt angewendet wird. Eine Mundspülung mit Kamille ist ebenfalls sehr beliebt und hat eine ähnliche Wirkung. Der Kamillentee ist besonders in Südeuropa ein beliebtes Schlafmittel. Auch bei Menstruationsbeschwerden, kann Kamillentee helfen.

Fazit
Jeder und jede sollte zumindest eine kleine Menge Kamille in seiner Hausapotheke haben. Die unscheinbare, in Europa heimische Pflanze hilft gegen eine Vielzahl von Beschwerden und ist sehr gesund.

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