Samstag, 27 April 2013 19:06

Wasserstrahlschneider schont das Schneidgut optimal

Ein Wasserstrahlschneider eignet sich dafür, fast jegliches Material zu durchtrennen. Mit einem Hochdruckwasserstrahl ist dieses mit dieser Maschine möglich. Bis zu 6000 bar Druck kann mit diesem Strahl erreicht werden. Außergewöhnliche 1000 m/s beträgt die Geschwindigkeit

des Wassers beim Austritt. Äußerst praktisch, wenn man einen Wasserstrahlschneider benutzt, ist die Tatsache, dass das Schneidgut nicht heiß wird. Genau aus diesem Grund nutzt man dieses Gerät ebenfalls oft, wenn es um das Schneiden von gehärtetem Stahl geht.

Für die Arbeit mit einem Wasserstrahlschneider gibt es ebenfalls festgelegte Mindestanforderungen bei der Qualität des Wassers. Häufig muss eine spezielle Aufbereitung des Wassers vorgenommen werden, damit ideale Ergebnisse erzielt werden können. Dadurch, dass das Wasser mit einer enormen Geschwindigkeit aus der Maschine austritt, entsteht ein Schalldruck, der bis zu 120 Dezibel aufweist. Um die Schallemission zu schmälern wird von häufig Fachleuten empfohlen, eine Wasserglocke um die Düse zu geben. Ein Wasserstrahlschneider ist ausgesprochen facettenreich einzusetzen und man kann mit dem Gerät alles vom Schaumstoff bis zum Saphir bearbeiten. In den meisten Fällen wird die Maschine in der Kunststoffbearbeitung und in der Metallbearbeitung genutzt. Auch die Leder- und die Steinbearbeitung bedient des Öfteren dieser Technik. Der Kopf, mit dem das zu bearbeitende Material geschnitten wird, lässt sich einfach schwenken, was das Ausschneiden komplexer Figuren möglich macht. Bis auf eine Genauigkeit von 0,005 mm/m bei der Bearbeitungslänge ist das Gerät exakt.

Mit einem Wasserstrahlschneider können also exakte Resultate erzielt werden. Die Maschinen werden allerdings nicht nur zum Trennen eingesetzt, sondern werden ebenfalls zum Entgraten benutzt. Dabei werden scharfe Kanten, Auffaserungen oder Splitter von verschiedenen Werkstücken bearbeitet. Ein Wasserstrahlschneider nutzt nicht nur eine, sondern unterschiedliche Arten von Schneideverfahren. Das Verfahren des Reinwasserschneidens arbeitet mit der natürlichen Strahlenenergie des Wassers. Um ein besonders hartes Material zu durchtrennen ist diese Verfahrensweise meistens nicht geeignet. Bei weicheren Stoffen kann jedoch ein besonders exaktes Ergebnis erzielt werden. Ein spezielles Schneidmittel sorgt dafür, dass sie Leistung bei der Arbeit mit einem Wasserstrahlschneider noch höher wird. Dieses wird auch Abrasiv genannt. Die Mineralien Granat oder Korund werden häufig beigemengt um äußerst harte Materialien zu schneiden. Um abrasiv schneiden zu können, muss der Schneidekopf des Wasserstrahlschneiders aus einer Reinwasserdüse, einer Abrasiv-Mischkammer und einer Fokussierdüse bestehen. Um die benötigte Energie zu erzeugen, um besonders harte Stoffe zu schneiden, braucht man diese drei Bestandteile.

Es gibt noch eine dritte Verfahrensweise, nämlich das Mikrowasserstrahlschneiden. Insbesondere wenn man darauf bedacht ist, exakte Winkel zu erzeugen und das Material bis zu 40 mm dick ist, ist diese Methode die geeignete. Man setzt einen Wasserstrahlschneider mit dieser Technik nur ein, wenn auf die Genauigkeit und Geometire der Teile geachtet wird. Eine spezielle CNC-Steuerung übernimmt die Bedienung beim Schneiden mit dem Wasserstrahlschneider, eine Steuerung von Hand wäre zu ungenau.Diese Steuerung gewährleistet, dass das Ergebnis besonders exakt ist.

Der erste einsatzfähige Wasserstrahlschneider wurde 1971 in Schweden erfunden – es handelt sich also noch um eine relativ junge Apparatur in der Industrie, die sich allerdings in kürzester Zeit durchgesetzt hat. Selbstverständlich müssen sämtliche Wasserstrahlschneider vor dem Einsatz geprüft werden und dürfen nur mit Prüfsiegel benutzt werden.

 

Mehr: http://www.pesol.de

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