Mittwoch, 15 Mai 2019 16:12

Naturkosmetik vegane Kosmetik ohne Tierversuche

Der vegane Menschenverstand wünscht sich vegane Kosmetik- also Kosmetikprodukte, die sowohl frei von tierischen Inhaltsstoffen als auch frei von Tierversuchen sind. Von den Herstellern pflanzlicher Kosmetik sollte deshalb erwartet werden können, diese Bedingungen auch einzuhalten. 



Doch nicht alle Kosmetikhersteller halten sich daran. Das liegt an einer fehlenden Regelung, die den Begriff “vegan” gesetzlich klar definiert und mit zu erfüllenden Standards versieht. Hier gibt es keinen Schutzherrn und auch keine Definition. So können Veganer und Menschen, die eine auf pflanzlicher Basis hergestellte Kosmetik vorziehen nicht davon ausgehen, dass ausnahmslos auf Tierversuche verzichtet wird. Ein Problem, welches Kosmetik- und Marketingunternehmen gerne auch mal ignorieren. 

Die gute Nachricht: Es gibt Kosmetikhersteller, die aus Überzeugung auf rein pflanzliche und tierversuchsfreie Stoffe Acht geben. Allein schon das sich verändernde Käuferverhalten, das mehr auf pflanzliche Produkte setzt, hat manche Unternehmen wachgerüttelt. Dies gilt allerdings nicht für Firmen, die ihre Produkte auch in China vertreiben wollen. Denn hier wird vor einer Freigabe ausdrücklich der Versuch an Tieren verlangt. Kosmetikhersteller mit klaren Richtlinien, die sich gegen Tierversuche aussprechen, finden Käufer auf der offiziellen Kosmetikwebseite von PETA. 

Die vegane Körper- und Gesichtskosmetik steht auch für eine umweltfreundliche Herstellung. Mikroplastikbestandteile, Erdölsubstanzen oder sonstige natur- und gesundheitsschädliche Stoffe dürfen sowohl in der veganen als auch in der Naturkosmetik nicht vorhanden sein. Vorreiter ist hier das Land Schweden, das die kleinen Plastikteilchen für sämtliche Kosmetikprodukte verbietet. Naturkosmetik

Kennzeichnend für Naturkosmetik ist die Verwendung natürlicher Rohstoffe. Tabu sind 

  • Paraffine
  • Parabene
  • Silikone
  • synthetische Duftstoffe
  • Gentechnik
  • radioaktive Bestrahlung


Auch Tierversuche sollten tabu sein. Doch hier stellt sich aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelungen dasselbe Problem dar, wie dies schon bei der Herstellung der veganen Kosmetikpflege der Fall ist. 

Der BDIH ((Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.) verbietet zwar Tests von Endprodukten an Tieren, nicht jedoch Tests an Tieren, die sich auf die einzelnen Inhaltsstoffe beziehen. Es gibt nämlich Duft- oder Farbstoffe, die unter die Chemikalienrichtlinie fallen, womit ausschließlich für diese Substanzen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind. 

So findet sich auf vielen kosmetischen Pflegeprodukten der Hinweis auf eine tierversuchsfreie Produktion. Dies schließt aber nicht unbedingt Stoffe aus, die nach eben dieser Chemikalienrichtlinie (REACH - Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) getestet worden sind und damit an Tieren ausprobiert wurden. 

Auch in der Naturkosmetik gibt es eine zertifizierte Pflege, nach der Produkte gekennzeichnet sind. Sollte sich ein Unternehmen auf eine tierversuchsfreie Produktion berufen, sind damit in der Regel nicht auch Zulieferer oder andere beauftragten Unternehmen miterfasst. 

Woran erkennst Du vegane Pflegemittel?

Vegane Pflegemittel erkennst Du nicht unbedingt an dem Hinweis der Herstellerfirma, das Produkt sei frei von Tierversuchen entstanden. Möchte ein Unternehmen nicht auf z. B. Duft- oder Farbstoffe verzichten, so ist die EU-Chemikalienrichtlinie per Gesetz einzuhalten. Die Folge: Freie Fahrt für Tierversuche. Für einen vegan lebenden Menschen wäre das nicht zu verantworten. 

Denn wer ein veganes Leben führt, möchte seine Haut auch vegan gepflegt wissen. Doch wie kannst Du sicher sein, dass Dein veganes Pflegeprodukt auch wirklich vegan ist? PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) - eine der größten Tierrechtsorganisationen - listet auf der Seite www.kosmetik.peta.de u. a. Kosmetikunternehmen auf, die aus Überzeugung tierversuchsfreie Pflegeprodukte herstellen. Dazu gehören z. B. Alva Naturkosmetik oder Apeiron Naturkosmetik. 

Auch Anhand von Gütesiegeln kannst du Kosmetik frei von Tierversuchen erkennen: 

  • Das Siegel des Deutschen Tierschutzbundes in Zusammenarbeit mit dem internationalen Herstellerverband für tierschutzgeprüfte Naturkosmetik: Hase und darüber die schützende Hand

  • Das Siegel der Coalition for Consumer Information on Cosmetics (CCIC): Leaping Bunny.Mit diesem Gütesiegel verpflichtet sich das Unternehmen zur Herstellung ohne Tierversuche.

  • Siegel der Vegan Society: Veganblume. Hier müssen sowohl der Produktionsprozess als auch die Inhaltsstoffe des Produktes frei von Tierversuchen sein.

 Herkömmliche Kosmetik ist oft nicht vegan - warum?
Kosmetikprodukte, die nicht in die Sparte Naturkosmetik fallen oder zu den veganen Artikeln gehören, sind oft nicht vegan. In zahlreichen Körper- und Gesichtspflegemitteln finden sich tierische Inhaltsstoffe wie z. B. tierische Fette. Zwar gibt es Richtlinien, die der Verwendung von Chemikalien versuchen Einhalt zu gebieten. Diese Beschränkungen verhindern jedoch nicht das tatsächliche Vorkommen von Stoffen, die vorher an Tieren versucht wurden. Kurz: Die Schlupflöcher für Tierversuche lassen sich nicht so einfach stopfen. Die verchiedenen Marken
Solltest Du Dich für Naturkosmetik interessieren, findest Du hier eine kurze Übersicht bekannter Naturkosmetik Marken

  • WELEDA Naturkosmetik
  • Lavera Naturkosmetik
  • Alva Naturkosmetik
  • Speick Naturkosmetik
  • Martina Gebhardt Naturkosmetik
  • ECO Cosmetics
  • farfalla Naturkosmetik
  • Leo & Lilo Naturkosmetik
  • Dr. Hauschka
  • alverde Naturkosmetik
  • Annemarie Börlind
  • Sante
  • Santa Verde
  • CMD Naturkosmetik
  • BIOTURM
  • Dr. Scheller - Das Naturkonzept
  • Kneipp
  • CATTIER
  • Aubrey Organics
  • apeiron
  • pai skincare
  • Primavera
  • Paul Penders
  • Acorelle
  • TAUTROPFEN



  Was tragen vegane Kosmetika und Naturkosmetika zur Umwelt bei?

Es ist nachweislich geklärt, dass es besser für die Umwelt und die betriebene Tierhaltung ist, wenn die Herstellung von Kosmetik ohne Tierversuche, Silikonöle oder Mikroplastik erfolgt. 

Besonders in Zeiten des Klimawandels ist es unverantwortlich Stoffe zu verarbeiten, die z. B. auf die Nutzung von Erdöl zurückzuführen sind. Auch ist es kein Geheimnis, dass Bestandteile von Mikroplastik der Gesundheit schaden. Denn Mikroplastik gilt als ein Magnet für diverse Giftstoffe, die bei der verarbeitenden Kosmetik nicht herausgefiltert werden. 

Um seiner Haut die Pflege zukommen zu lassen, die sie braucht, sind auch Tierversuche nicht notwendig. Greifen doch viele Menschen in das Regal und kaufen irgendein Pflegemittel. Dabei ist es vielen Konsumenten gleichgültig, ob dafür Tiere leiden mussten oder nicht. 

Der Grund der Kosmetikindustrie für Tierversuche liegt im Argument des Verbraucherschutzes. Dennoch lässt sich auch nach Meinung vieler Ärzte eines feststellen: Tiere zeigen andere physische Reaktionen auf bestimmte Stoffe als Menschen. Versuche an Tieren können damit keine Gewähr für ein absolut sicheres Produkt sein. Häufig handelt es sich um in Tierversuchen erprobte Stoffe, die dazu dienen, dass Pflegemittel attraktiver wirken zu lassen. Die Häufigkeit der Schadensfälle durch Kosmetika, die krebserregende Stoffe enthalten reicht dabei von allergischen Reaktionen bis hin zur Aufnahme von Schwermetallen, die im Körper nachweisbar sind. 

Vegane Pflegeprodukte trage damit definitiv zu einer besseren Gesundheit und Umwelt bei.

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