Mittwoch, 14 Oktober 2020 14:24

Defekte Festplatten - Das könnten die Ursachen sein

Datenrettung von Festplatten Datenrettung von Festplatten

Generell sind SSDs, die auf einer Halbleitertechnologie basieren, nicht so anfällig für Defekte, wie die HDD-Festplatten. Grund dafür ist ihre Funktionsweise. Bei den HDD-Festplatten läuft ein Abnehmer über Scheiben, die rotieren. Durch die eingesetzte Mechanik und ihre vielen kleinen, beweglichen Komponenten können Defekte sehr leicht entstehen.

 

 Handelt es sich um einen schwerwiegenden Defekt, muss oft eine professionelle Datenrettung von Festplatten vorgenommen werden. Wo die genauen Ursachen der Defekte liegen können, zeigt der folgende Beitrag.

HDD-Festplatten – Typische Defekte

Eine HDD-Festplatte sollte immer hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und ihrer speziellen Einsatzbedingungen ausgesucht werden. Doch auch dann kann es durchaus häufig vorkommen, dass es nach einiger Zeit zu einem Defekt der Festplatte kommt. Wie auch bei den SSDs kommt es bei den HDDs besonders oft vor, dass diese nicht mehr erkannt werden.

Im BIOS des PCs, Servers oder Notebooks sollte in diesem Fall im ersten Schritt geprüft werden, ob die jeweilige Festplatte noch in der Liste der angeschlossenen Geräte sichtbar ist.

Falls die HDD dort nicht mehr zu finden ist, ist eine Überprüfung hinsichtlich Kontaktproblemen oder Schäden am Stromkabel des Plattenanschlusses oder des Datenkabels zu empfehlen. Falls sich das Problem durch diese Maßnahmen nicht lösen lässt, sollte die HDD nach weiteren Fehlerbildern abgesucht werden. Häufig können diese auch durch verschiedene Arten von Störgeräuschen, welche die Festplatte während ihres Betriebes von sich gibt, wahrgenommen werden.

SSD Defekte – Selten aber denkbar

In Computern werden SSDs heute immer häufiger eingesetzt, da sie sich als wesentlich robuster bei Erschütterungen erweisen. Bei ihnen kommt es nur selten zu Defekten, die eine Reparatur oder eine Datenrettung nötig machen.

Falls es doch einmal zu einem solchen Defekt einer SSD kommt, lässt sich der Fehler in der Regel auf ein bestimmtes Bauteil zurückführen. In solchen Fällen kann dies bereits nach einer kurzen Zeit der Nutzung festgestellt werden, sodass noch von der Gewährleistung beziehungsweise der Garantie Gebrauch gemacht werden kann.

Potentielle Ausfälle oder drohende Fehler kündigen sich bei den SSDs, anders als bei den HDDs, oft allerdings nicht an. Sie treten vielmehr unerwartet und plötzlich auf. Die Datenrettung ist dann technologisch und zeitlich äußerst aufwendig, weshalb auf eine regelmäßige Erstellung von Backups auch bei SSDs nicht verzichtet werden sollte.

Am häufigsten kommt bei SSDs der plötzliche Ausfall vor. In der Regel sind dafür die SSD-Controller verantwortlich, die eventuell einen Überspannungsschaden erlitten haben. Dadurch können weitere Fehler ausgelöst und die Umgebungstemperatur stark erhitzt werden.

Wird festgestellt, dass die SSD übermäßig heiß wird, ist ebenfalls von einem schwerwiegenden Defekt auszugehen. Dieser hat dann seinen Ursprung in der Spannungsversorgung des Laufwerks. Die Festplatte funktioniert in diesem Szenario wesentlich langsamer oder wird überhaupt nicht mehr erkannt.

Falls dies in Erscheinung tritt, kann versucht werden, den PC vollständig auszuschalten und die Stromverbindung zu unterbrechen. Danach sollte das Notebook- beziehungsweise Computergehäuse geöffnet werden, um zu überprüfen, ob alle Lüfter frei sind. Übermäßige Hitze kann nämlich immer auch durch ein Problem mit dem Lüfter entstehen, beispielsweise, wenn die Lufteinlässe durch übermäßig viel Staub blockiert werden. Solche Überhitzungen können vermieden werden, indem die Komponenten regelmäßig vorsichtig mit einem Staubsauger gereinigt werden.

 

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