Montag, 20 Juni 2016 20:16

Test: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 - Der Aufstand

Der Online-Vertrieb scheint auf dem Vormarsch zu sein: Immer mehr digitale Pakete werden geschnürt und Electronic Arts lässt sogar das ohne Hauptprogramm lauffähige Add-On "Alarmstufe Rot 3 - Der Aufstand" exklusiv als Download-Fassung

auf Kommandeure und Eroberer los. Versucht der Publisher mit diesem Schritt die fehlende Qualität und den mangelnden Umfang des Add-Ons zu verschleiern?

Die Zukunft: Online-Vertrieb?

Ein Singleplayer-Add-On ausschließlich online zu vertreiben ist eine gewagte Idee, da Fans ohne Breitbandanschluss außen vor bleiben. Wäre es nicht sinniger, wenn man vorrangig Spiele mit Multiplayer-Content online verkaufen würde? Okay, das ist eine andere Diskussion. Als Bezugsquellen für "Alarmstufe Rot 3 - Der Aufstand" gibt es den EA Store mit einem Steam durchaus ähnlichen Download-Manager oder Gamesload. In der für April geplanten Box-Version wird ebenso nur ein Download-Key beiliegen.


Rupert Thornley (Malcolm McDowell): Präsident der EU und Befürworter der Future-Tech Corp.

Die Review-Fassung bezog ich im EA Store und durfte dort lediglich eine Sprachversion auswählen - wie schade, denn die deutsche Synchronisation ist nicht so gut gelungen wie bei Alarmstufe Rot 3, insbesondere bei der alliierten Kommandeurin (wieder mit sehr knappen Outfit) und der Nachrichtensprecherin fällt die mangelnde Lippensynchronität auf.

Danach beginnt der EA Download Manager seine Arbeit, solange man einige ActiveX-Steuerelemente in den Internet-Sicherheitsoptionen "erlaubt", was der Internet Explorer gleich mit "Achtung! System-Unsicherheit" kommentiert. Die stattlichen 5,9 GB schaufelte das Programm in rund sechs Stunden auf meinen heimischen Rechner; mit einer konstanten Rate von über 320 KB/Sek., fast das Maximum der DSL3000er-Leitung. Bei der folgenden Installation war jedoch die Datei 'Core7.cab' defekt und konnte nicht repariert oder getrennt bezogen werden. Großartig! Also startete ich die Prozedur erneut, diesmal via Notebook und siehe da: Es funktionierte. Auch der Datentransfer und die Installation auf dem anderen Rechner klappten.

Nur echt mit realen Schauspielern

Jede der drei Fraktionen hat eine neue Mini-Kampagne mit jeweils drei oder vier zusammenhängenden Missionen bekommen und als Ausgangspunkt dient das Finale der Alliierten aus Alarmstufe Rot 3. Ihr beginnt zunächst damit, euch mit aufständischen Kommandeuren herumzuschlagen, welche die neue Machtlage nicht akzeptieren wollen. Im Verlauf der kurzen Kampagnen (jeweils ein bis zwei Stunden) tritt dann die neue Waffensysteme entwickelnde und zugleich mysteriöse Future-Tech Corp. als Gegner auf...

Erzählt wird die wiederum abgedrehte,
Das mächtige Harbinger-Gunship der Alliierten bringt den "Tod aus der Luft".
aber zu kurz geratene und deswegen nicht ganz so schön irrsinnige Geschichte in hochklassigen Zwischensequenzen mit realen Schauspielern; sonstige Rendersequenzen fehlen weitgehend. Neben bekannten Personen aus Alarmstufe Rot 3 wie Gemma Atkinson und Ivana Milicevic zeigen Malcom McDowell (Clockwork Orange, Wing Commander-Spiele), Wrestling-Veteran Ric Flair, Holly Valance (Dead or Alive-Film) und Jodi Lyn O'Keefe (Prison Break) ihr Antlitz vor der Kamera. Aufgrund der kurzen Kampagnen bleibt ihnen nur wenig Zeit sich einprägsam in Szene zu setzen und an die bizarre Originalität aus Alarmstufe Rot 3 kommen sie nicht heran.

Vier Kampagnen

Waren im Hauptprogramm alle Missionen im kooperativen Modus mit KI- oder menschlichem Kompagnon spielbar, wird diesmal darauf verzichtet: Es gibt weder Co-Commander noch kooperative Option. In jedem Einsatz seid ihr auf euch gestellt und werdet mit kniffeligeren Einsätzen konfrontiert als im Hauptprogramm, das für meine Begriffe zu leicht war. Schon der erste Einsatz bei den Russen beginnt fordernd, ohne Basis und mit begrenzten Fußtruppen. Zum Sieg verhelfen die Spezialfähigkeiten der Einheiten und später müsst ihr mit befreiten Wissenschaftlern quer durch eine Basis fliehen unter Artilleriefeuer. Zum Glück sieht man, wo die Geschütze hinfeuern, dennoch ist der letzte Teil haarig, vor allem wenn der Auslöser zum Missionsende nicht funktionieren will oder die Einheiten sich aufgrund der nervtötenden Wegfindung wie eine Perlenschnur aufreihen. Da freut sich die Artillerie! Seltsamerweise sind die nächsten Einsätze nicht mehr so hektisch/hinterhältig.

 

Mehr: http://www.4players.de

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